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Starkregen
Wenn der Starkregen fällt

Neunkirchen. Das Wetter schlägt in diesem Jahr Kapriolen. Wochenlang tropische Tage und Nächte führen zu verdorrten Rasenflächen. Die Natur ächzt nach Wasser. Hitzegewitter sind üblich für den Sommer, doch sie entladen sich in diesem Jahr mit besonderer Kraft.

Es kommt zu Überflutungen, an Orten, wo mit Überschwemmungen eigentlich nicht zu rechnen ist. Solche Starkregenereignisse werden, das prophezeien Klimaforscher, künftig häufiger auftreten, so die Stadt Neunkirchen in einer Mitteilung. Die vorhandenen Kanalanlagen können solche Regenwassermassen nicht bewältigen. Vorhandene Gräben, Einläufe und Entwässerungskanäle stoßen bei derartigen Regenfällen an ihre Grenzen. Durch starke Verdichtungen und die hohe Geschwindigkeit führt das Wasser auch viel Unrat mit sich. Die Folge ist, dass die Kanalisation die Kapazitäten nicht schafft und verstopft. Insgesamt sind auf dem Gebiet der Kreisstadt Neunkirchen rund 10 000 Einläufe. Zwar werden die Auffangkörbe gereinigt, aber gerade nach Starkregen kommt es häufig zu Verstopfungen. Das Abwasserwerk der Kreisstadt Neunkirchen bittet daher die Anwohner, durch regelmäßiges Reinigen der Gehwege und Rinnen dazu beizutragen, dass Laub und anderer Unrat nicht in die Kanäle gelangt. 


Auch Feuerwehr und Rettungskräfte stehen aufgrund zahlreicher, gleichzeitiger Einsätze vor großen Herausforderungent. Bürgermeister Jörg Aumann, für die Feuerwehr zuständig: „Es ist gut, dass unsere Wehren, Rettungs- und Hilfsdienste so gut miteinander vernetzt sind und Hand in Hand arbeiten. Es ist aber auch wichtig, dass Hauseigentümer selbst Vorsorge treffen. Beispielsweise durch Rückschlagklappen an den Hausanschlüssen, Drainagen rund ums Haus oder durch den Einsatz von selbst befüllten Sandsäcken dem Eindringen des Wassers vorzubeugen. Außerdem muss nicht bei geringem Wassereintritt die Feuerwehr gerufen werden. Es ist ärgerlich, wenn die Feuerwehrleute zu einem Bagatellfall ausrücken, wenn sie an anderer Stelle wirklich große Schäden verhindern könnten.“