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Verbandsliga
Packen Portz und Co. endlich den Angstgegner?

Wahlen. Erst das 0:1 gegen den bisherigen „Lieblingsgegner“ SC Großrosseln. Am Mittwoch dann ein 1:3 im Nachholspiel bei Abstiegsrivale SSV Überherrn: Der SV Wahlen-Niederlosheim muss nach dem tollen Jahresstart mit 13 von 15 Punkten wieder verstärkt um den Verbleib in der Fußball-Verbandsliga bangen. Als Elfter liegt er nur noch zwei Punkte vor einem möglichen Abstiegsplatz. Und ausgerechnet jetzt wartet mit den SF Rehlingen-Fremersdorf ein „Angstgegner“ auf die Elf der Spielertrainer Nico Portz und Alexander Schmitt. An diesem Sonntag um 15 Uhr empfängt der SVW den auf Rang drei abgerutschten Ex-Langzeitspitzenreiter auf dem Wahlener Rasen. Von David Benedyczuk

Zwar hat auch Rehlingen zuletzt geschwächelt und nach der ersten Niederlage überhaupt, dem 1:2 vor vier Wochen beim FC Noswendel Wadern, zwei weitere in drei Spielen kassiert. Doch in den jüngsten sieben Duellen mit den SF holte Wahlen-Niederlosheim im „Dauerbrenner“ nur einen Zähler. Im Mai 2015 hieß es 0:0. Damals spielten beide noch Landesliga. Die SF feierten dort souverän ihre zweite Meisterschaft in Folge und schafften den Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga. Dieses Kunststück glückte auch dem SVW, der jeweils als Vizemeister über die Relegation nachzog. Auch in der Verbandsliga schnitt Rehlingen zunächst besser ab, ehe Wahlen im Vorjahr als Zehnter direkt vor den SF (11.) einkam – nun ist die Ausgangslage erstmals grundverschieden. Dennoch möchte Portz dem Gegner in die Aufstiegssuppe spucken. Im Hinspiel wäre das fast gelungen: „Da haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, treffen zwei Mal den Innenpfosten, ehe Sascha Schröder in der 89. Minute aus dem Nichts das Tor macht“, blickt Portz auf das bittere 0:1 durch den späten Streich des mit 18 Toren Führenden der Schützenliste.


Allerdings unterstreiche diese Partie, was laut SVW-Spielertrainer für die Liga an sich gilt: der Tabellenstand ist so unbedeutend wie selten zuvor. „Die ganze Klasse ist verrückt. Es gibt keine Übermannschaft, dafür in jedem Spiel Siegchancen. Und gegen die vermeintlichen Topteams haben wir eigentlich immer gut ausgesehen“, so Portz. Im Nachholspiel in Überherrn gab Wahlen dagegen kein gutes Bild ab: „Da hatten bei uns viele nicht ihren besten Tag. Ich habe danach auch mal Dampf abgelassen, denn bei uns stellt sich nach guten Phasen oft zu schnell Zufriedenheit ein“, moniert Portz, der zum zwischenzeitlichen 1:1 traf (34.). Er gehe davon aus, dass sein Team aus sieben Spielen drei Siege zur Rettung benötige. Die Hoffnung, den Angstgegner endlich zu schlagen, zieht er weniger aus Rehlingens Schwächephase als vielmehr aus einer Premiere: „Wir freuen uns alle, das erste Mal auf dem Rasen in Wahlen zu spielen. Diese Euphorie wollen wir umsetzen. Der Sportplatz wird voll sein, beide haben in der Liga die meisten Fans. Ich erwarte um die 500 Zuschauer.“

Dem mit Wahlen-Niederlosheim punktgleichen FC Brotdorf steht an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen Überherrn ebenfalls ein wichtiges Duell im Abstiegskampf bevor. Saarlandpokal-Halbfinalist FC Noswendel Wadern erwartet zur selben Zeit den FSV Hemmersdorf, parallel gastieren zudem die SG Perl-Besch in Großrosseln und der 1. FC Reimsbach beim SV Ritterstraße.