Da ist noch eine Rechnung offen

In der Fußball-Landesliga zählt Aufsteiger SG Wahlen-Niederlosheim zu den Überraschungsteams. Nur Mitaufsteiger SG Rehlingen-Fremersdorf weist eine noch bessere Bilanz auf. Am Sonntag kommt es in Niederlosheim zum Gipfeltreffen. In Wadern steht ein Verfolgerduell an.

Nach einem kleinen Zwischentief mit nur zwei Punkten aus drei Partien sorgen die Landesliga-Fußballer der SG Wahlen-Niederlosheim wieder für Furore: Dem klaren 6:1-Heimsieg gegen die SSV Pachten ließ die Elf von Spielertrainer Nico Portz vor einer Woche ein 5:0 beim hoch gehandelten SV Schwemlingen-Ballern folgen. Damit kletterte der Aufsteiger mit 25 Punkten wieder auf Tabellenplatz zwei.

Beste Offensive der Liga

In beiden Spielen war Portz mit je drei Treffern der entscheidende Mann. Insgesamt hat der 24-Jährige bereits 20 Mal getroffen. Und das, obwohl er nach wie vor an einer Hüftverletzung aus der Partie von Anfang Oktober beim VfB Differten (6:2) zu knabbern hat: "Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, die Bänder und Muskeln im Hüftgelenk machen mir immer noch zu schaffen", verrät der Spielertrainer. Vom Toreschießen hält ihn das aber nicht ab - und mit Blick auf den um 14.30 Uhr beginnenden Gipfel am Sonntag gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter SG Rehlingen-Fremersdorf wird er sowieso auf die Zähne beißen: "Es wird schon funktionieren", meint Portz. Gegen den Mitaufsteiger ist sein Team besonders motiviert: In der Vorsaison schnappte sich Rehlingen mit nur einem Punkt vor der SG den Titel in der Bezirksliga. Danach ließen sich die Rehlinger mit der Meisterschale vor dem Wahlener Ortsschild ablichten. "Das motiviert uns zusätzlich", sagt Portz, der gegen den "Dauerrivalen" nicht von der üblichen Spielweise abrücken will: volle Pulle nach vorne.

Mit 43 Toren in 13 Partien ist Wahlen das torgefährlichste Team der Liga: "Wir werden die Partie so gestalten, wie die anderen auch. Unsere Stärke liegt nun mal im Spiel nach vorne", weiß Portz. Gegen die mit zwölf Gegentoren beste Abwehr der Liga wird das Toreschießen für Wahlen-Niederlosheim aber sicher nicht so leicht wie zuletzt.

Verfolgerduell in Wadern

Der Ausgang des Gipfeltreffens dürfte auch bei zwei Teams auf Interesse stoßen, die sich in Lauerstellung befinden und am Samstag direkt aufeinandertreffen. Um 14.30 Uhr empfängt die drittplatzierte SG Noswendel-Wadern die einen Rang dahinter stehenden Schwemlinger zum Verfolgerduell. Aus Sicht des neuen SG-Trainers Patrick Paulus ist die Saison nach dem bitteren Verbandsliga-Abstieg bisher "besser gelaufen als erwartet. Wir haben im Sommer viele Leistungsträger verloren, mussten mit dem verbliebenen Personal und den Neuzugängen erst eine neue Truppe formen. Das ist uns ganz gut gelungen."

Im vergangenen Spiel gab es mit dem 1:2 in Pachten aber einen Rückschlag. Die Devise von Paulus gegen Schwemlingen lautet daher: "Mit einem Heimsieg in den oberen Regionen bleiben." Nach dem 0:5-Debakel gegen Wahlen werden aber auch die Gäste mit dieser Vorgabe antreten. Sowohl auf dem Hartplatz in Niederlosheim als auch auf dem Waderner Rasen ist also für Spannung gesorgt.