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Losheim
Sanierungen erfordern große Investitionen

Der zurzeit wenig ansprechende Fußweg zwischen dem Losheimer Ortsausgang und dem Stausee soll verkehrssicher ausgebaut und attraktiv gestaltet werden.
Der zurzeit wenig ansprechende Fußweg zwischen dem Losheimer Ortsausgang und dem Stausee soll verkehrssicher ausgebaut und attraktiv gestaltet werden. FOTO: Werner Krewer
Losheim am See. Losheimer Gemeinderäte beschließen Fußweg-Ausbau und vergeben Aufträge für den Neubau des Servicegebäudes am Stausee.

(red) Eine ganze Reihe von Auftragsvergaben hat der Gemeinderat von Losheim am See in seiner jüngsten Sitzung abgearbeitet. So beschloss das Gremium etwa die Vergaben für Tragwerksplanung, Prüfstatik, Heizungs-, Wasser-, Abwasser- und Sanitärtechnik sowie Elektrotechnik für den geplanten Neubau eines Service- und Wirtschaftsgebäudes am Stausee. Auch für den Sanierungs-Umbau des Rathaus waren verschiedene Gewerke zu vergeben, im Einzelnen für Gerüst-, Bodenbelags- und Malerarbeiten sowie für Dachdecker-, Glaser- und Schreinerarbeiten.


Die Aufträge für Tragwerksplanung und Prüftstatik waren auch zu vergeben bei der geplanten Sanierung und Erweiterung der Kita Villa Regenbogen in Losheim. Ein Planungsauftrag erging für das in Losheim vorgesehene Baugebiet „In Scheifelter“ im rückwärtigen Bereich der Haagstraße. In Bergen, Mitlosheim, Niederlosheim, Wahlen und Losheim sollen die Kanäle mittels Videokameras inspiziert und deren Zustand in einem gemeindlichen Kanalkataster digital erfasst werden. Auch hierfür hat der Rat den Auftrag an eine Fachfirma vergeben.

Ein sehr umfangreiches und kostenträchtiges Investitionsprojekt dürfte die Sanierung der Dr.-Röder-Halle in Losheim werden. Die Gesamtkosten für die dort vorgesehene Erneuerung der WC-Anlagen und des Foyerbereiches sowie die Sanierung schadhafter Stellen im Hallen-Flachdach werden von der Verwaltung auf rund 450 000 Euro geschätzt. Die Gemeinde erhofft sich für einen Teil dieser Arbeiten Zuschüsse seitens des Landes (für die Foyer- und Toilettensanierung) sowie des Landkreises (für die Flachdach-Sanierung). Der Rat hat in seiner Sitzung den Auftrag für die Planung und Durchführung der Sanierung, die bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein soll, vergeben.

Neben den Auftragsvergaben beschäftigte der Rat sich mit der angestrebten Verbesserung der Fußwege-Verbindung zwischen dem Ortsausgang Losheim in der Stauseestraße und dem Stausee selbst. Hintergrund der Maßnahme sind die Pläne, in Höhe der neuen Seniorenresidenz zwei barrierefreie und für Niederflur-Linienbusse geeignete Bushaltestellen einzurichten sowie den Fußweg, der von dort zum Stausee führt, besser als bislang von der Straßen-Fahrbahn abzutrennen. Der Weg ist bislang nur durch eine Markierung von der Fahrbahn abgetrennt und mit seiner stellenweise schadhaften Asphaltdecke hinsichtlich der Verkehrssicherheit nicht unproblematisch. Der Rat billigte das von einem Waderner Planungsbüro vorgestellte Ausbaukonzept für diesen Fußweg: Der soll mit Pflastersteinen ausgelegt werden und durch die Schaffung von bepflanzten Grünflächen besser als bislang von der Straße abgegrenzt werden. Die Kosten für die Neugestaltung des Fußweges in der vorgestellten Art schätzen die Planer auf rund 183 000 Euro, begleitende Instandsetzungsarbeiten an der Straße würden nochmals mit etwa 30 000 Euro zu Buche schlagen.

Die Gemeinde erwartet nach Auskunft der Verwaltung, dass das Vorhaben vom Land im Rahmen der Tourismusförderung mit 70 Prozent der Kosten bezuschusst wird. Der Rat billigte die von den Planern vorgestellte Ausbauvariante und bat zudem um Prüfung von Anregungen aus dem Losheimer Ortsrat, der sich für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges sowie die Anlage eines Multifunktionsstreifens für Radfahrer auf dem neuen Weg ausgesprochen hatte.