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Die kleine Hexe kam großartig an

Die kleine Hexe kam großartig an

Lockweiler. Die Kinder lachen, als der menschengroße Rabe aus dem Baum fällt. Einen Raunen geht durch den Saal, als die Markthändler mit ihren bunten Ständen auf die Bühne kommen. Ganz still ist es, als der kleine Thomas die Schützenscheibe trifft und diese erst mit ein paar Sekunden Verspätung umfällt

Lockweiler. Die Kinder lachen, als der menschengroße Rabe aus dem Baum fällt. Einen Raunen geht durch den Saal, als die Markthändler mit ihren bunten Ständen auf die Bühne kommen. Ganz still ist es, als der kleine Thomas die Schützenscheibe trifft und diese erst mit ein paar Sekunden Verspätung umfällt. Viele erschrecken, als der Schneemann plötzlich lebendig wird und die bösen Kinder am Kragen packt. Hochspannung als die Hexe einen Kugelblitz herbeihext. Das sind einige Szenen aus dem Stück "Die kleine Hexe" nach einem Kinderbuch von Ottfried Preußler, das Weihnachtsmärchen des Theatervereines Lockweiler-Krettnich. Das so gut ankam, dass bei der letzten Vorstellung fast die Stühle in der Halle ausgingen."Die kleine Hexe" ist ein Märchen, das Kinder wie Erwachsene begeistern kann. Die kleine Hexe ist 127 Jahre alt und möchte mit den großen Hexen in der Walpurgisnacht tanzen. Das aber dulden diese nicht, schicken die kleine Hexe zur Strafe ohne Besen nach Hause. Sie soll fleißig lernen, eine gute Hexe werden und sich in einem Jahr zur Hexenprüfung melden. Gesagt, getan, die kleine Hexe hext, angespornt von ihrem Freund, dem menschengroßen Raben Abraxas, nur gute Sachen. Sie hilft den Holzfrauen im Wald, sie hext den Schneemann lebendig, macht den Maronimann gesund, unterstützt das bettelarme Blumenmädchen und sorgt beim Schützenfest dafür, dass bis auf den kleinen Thomas alle daneben schießen. Und zwischendurch lernt sie fleißig. Sie besteht locker die schwierige Hexenprüfung.Alles ist gut, bis die Blitzhexe verrät, dass die kleine Hexe nur Gutes gehext hat. Für die großen Hexen ist sie damit eine böse Hexe. Und zwar eine ganz böse, die als Strafe Holz für das Hexenfeuer sammeln soll.Was die kleine Hexe aber nicht macht. Stattdessen hext sie die Hexenbücher und Besen der großen Hexen herbei und hindert sie daran, weiter zu hexen. Nur die kleine Hexe behält ihre magische Macht. Und so kann man sie noch heute an Hexennacht auf dem Blocksberg tanzen sehen.Mit viel Mühe und Liebe zum Detail hat der Theaterverein das Weihnachtsmärchen umgesetzt. Da überzeugten die Bühnenbilder, die die jeweilige Stimmung wiedergaben. Romantisch zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt, düster bei den Hexenszenen, lustig beim Schützenfest.Da stimmten die Kostüme, passten die Requisiten. Da gelangen die zahlreichen Effekte, vom herumschwirrenden Kugelblitz über den Regen aus Wäscheklammern bis hin zum prasselnden Hexenfeuer.Und noch etwas kam gut an: 32 Schauspieler, die Jüngsten noch im Kindergartenalter, standen auf der Bühne. Sie alle brauchten Kostüme, Perücken, mussten geschminkt werden, die Proben koordiniert werden. Eine beachtliche Leistung. Die Regie lag in den Händen von Birgit Birtel.Kaum ist das Märchen vorbei, laufen beim Theaterverein Lockweiler-Krettnich die Vorbereitungen für die Kappensitzung. Diese ist am Samstag, 23. Januar, 20.11 Uhr, in der Mehrzweckhalle Lockweiler. red

Die bösen Hexen freuen sich auf die Walpurgisnacht.
Der Bürgermeister schießt beim Schützenfest auf die Scheibe.

Auf einen BlickDie Akteure: Die kleine Hexe: Tatjana Sprenglewski, Rabe: Volker Fuchs, Oberhexe: Sonja Kuhn, Waldhexe: Jennifer Kuhn, Blitzhexe: Carmen Andersen, Feuerhexe: Verena Schirra, Echohexe: Sigrid Fuchs, Eishexe: Anika Fuchs, Krämer Pfefferkorn: Marius Wiesen, Förster: Michael Bierger, Holzfrauen: Anna Derst und Andrea Meier, Der billige Jakob: Nadine Andersen, Blumenmädchen: Julie Gilles, Maronimann: Markus Derst, Bürgermeister: Peter Keller, Frau des Bürgermeisters: Astrid Maton, Hauptmann: Julian Schuh, Fähnrich: Erwin Lessel, Ochsenwirtin: Heidi Michels, Vroni, Tochter der Ochsenwirtin: Lina Schuh, Thomas, Sohn der Ochsenwirtin: Elias Weißenrieder, Marietta: Marie-Claire Piroth, Winterkinder: Christina Zarth, Laura Muller, Aline Ott, Fritz: Christina Fuchs, Liese: Linda Weißenrieder, Faschingskinder: Anna Wilhelm, Antonia Wilhelm, Valentina Schirra, Kim Anna Buchheit. Souffleuse: Anne Wiesen, Technik und Ton: Manfred Wiesen, Rainer Meier, Beleuchtung: Wolfgang Birtel, Silvia Scholl, Maske: Sonja Kuhn, Jennifer Kuhn, Andrea Meier, Kostüme: Ilse Birtel, Gertrud Erb, Organisation: Raimund Kuhn, Regie: Birgit Birtel. red