1. Saarland

Laternen leuchten für heiligen MartinRonald-McDonald-Haus profitiert von Aktion Martinsgans

Laternen leuchten für heiligen MartinRonald-McDonald-Haus profitiert von Aktion Martinsgans

Marth. Ein buntes Bild boten die Buben und Mädchen als sie sich am Samstagabend am Dorfbrunnen mit ihren beleuchteten Laternen versammelt hatten und sehnsüchtig auf St. Martin warteten. Als Felix Lensch mit seinem Pferd angeritten kam, setzte sich der Martinszug in Bewegung

Marth. Ein buntes Bild boten die Buben und Mädchen als sie sich am Samstagabend am Dorfbrunnen mit ihren beleuchteten Laternen versammelt hatten und sehnsüchtig auf St. Martin warteten. Als Felix Lensch mit seinem Pferd angeritten kam, setzte sich der Martinszug in Bewegung. Der Musikverein Urweiler brauchte nicht mitzumarschieren - er hatte auf einem von einem Auto gezogenen Anhänger Platz genommen und spielte die altbekannten Martinslieder sozusagen von höherer Warte aus. Auf dem Weg Richtung Niederkirchen und danach über den Buberg und die Dilgeshöh wurde der Zug immer länger. An vielen Stellen warteten die Kleinen mit ihren Eltern und schlossen sich St. Martin an. Am Ende waren es rund 150 Kinder, die nach einer großen Strecke am Feuerwehrhaus des Löschbezirks Mittleres Ostertal eintrafen und ihre Martinsbrezeln in Empfang nahmen. "In früheren Jahren hatten wir nicht selten 300 Kinder", erinnerte sich Löschbezirksführer Heinz Jürgen Guth. "Auch im Ostertal ist der demografische Wandel spürbar."

42 Feuerwehrleute halfen mit

In diesem Jahr halfen die 17 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr beim Umzug mit. Ein Teil von ihnen übernahm die Absicherung rund um St. Martins Ross. Darüberhinaus waren noch 25 aktive Wehrleute im Einsatz. Während das Martinsfeuer am Gerätehaus prasselte und Funken wie Säulen zum Himmel stiegen, trafen sich die großen und kleinen Leute zum gemütlichen Beisammensein im Gerätehaus. Der Erlös kommt dieses Jahr der Jugendwehr zugute.

Woher der Brauch der Martinslaternen rührt, lässt sich nicht mehr ermitteln. Möglicherweise haben sie ihren Ursprung in alten Heischegängen am Martinsabend, bei denen die Kinder vor den Häusern Lieder sangen und dafür eine kleine Gabe erbaten, was "heischen" genannt wurde. Die Tradition des Marther Martinszuges geht in das Jahr 1979 zurück. Seinerzeit wurde er auf Anregung der Kindergärtnerinnen Heike Schuff und Silvia Wagner vom Löschbezirk Marth unter Leitung von Volker Wagner organisiert. Der damalige Ortsvorsteher Heinz Guth stiftete die Martinsbrezeln. Auch seine Nachfolger haben diese Spendenbereitschaft übernommen. In diesem Jahr ist es wieder Sache von Ortsvorsteherin Thea Edinger. Lange Jahre spielte Walter Guth mit Pferden von Lothar Morgenstern den heiligen Martin. Nachdem 2001 die Löschbezirke im mittleren Ostertal zusammengelegt wurden, übernahm der gemeinsame Löschbezirk die Tradition des Martinszuges. In all den Jahren wurde das Holz für das Martinsfeuer vom jeweiligen Förster gestiftet, dieses Jahr wieder von Jürgen Mennig. gtr

Namborn. In Namborn stand am Samstagabend zum 50. Mal in Folge die Aktion Martinsgans an. Dazu hatte die Jugendfeuerwehr 1370 Lose zu je 50 Cent verkauft. "Das ist eines der bisher besten Ergebnisse", freute sich Namborns stellvertretende Ortsvorsteherin Carmen Fiscus. Der Erlös fließt wie immer einem sozialen Zweck zu. Wie Jugendwart Florian Frei erklärte, gehen diesmal 685 Euro an das Roland-McDonald-Haus in Homburg. Die vom Geflügelzuchtverein Namborn gestifteten bratfertig und tiefgefrorenen Gänse wurden bei der Verlosung von Astrid Lamnek aus Namborn und Willi Wagner aus Heisterberg gewonnen. Glücksgöttin war die neunjährige Lea. Die Feier zu Ehren von St. Martin begann in der örtlichen Kirche. Der anschließende Umzug wurde vom Musikverein Namborn musikalisch begleitet. Hoch zu Roß war Joachim Klein. Das Martinsfeuer wurde auf dem Kirmesplatz abgebrannt. Anschließend wurden die Martinsbrezeln an die zahlreich versammelten Kinder verteilt.

Die Idee zu dieser Aktion hatte die Namborner Schule, sie wird seit 1975 vom Ortsrat Namborn/Heisterberg mit der örtlichen Feuerwehr veranstaltet. Mehr als 40 000 Euro wurden bisher über die Verlosung von Martinsgänse eingenommen. se