Kinder müssen sich nicht vor Hornissen fürchten

Kinder müssen sich nicht vor Hornissen fürchten

Sachkundeunterricht am Objekt erlebten die Grundschüler in Konfeld hautnah. Lehrer Matthias Koltes hatte ein Hornissennest unter dem Dach seines Wintergartens gefunden, sodann vorsichtig ausgebaut und in einen gläsernen Kasten eingebaut.

Konfeld. Hornissen waren Thema im Unterricht der Viertklässler in Konfeld. Ihr Lehrer Matthias Koltes schilderte zunächst die Entstehung eines Nestes. "Die Hornissen haben das Nest von März bis Dezember vorigen Jahres erbaut. Ein Nest wird nicht wieder benutzt. Mit dem Frost wurde es still in dem Nest, denn die Lebenserwartung einer Königin beträgt nur ein Jahr, die der Arbeiter nur bis zu fünf Wochen". Eine Königin, die bis zu 35 Millimeter groß werden kann, beginnt mit dem Nestbau, indem sie die erste Wabe mit einer Schutzhülle aus einer papierartigen dünnen Masse fertigt.In diese Wabe legt sie befruchtete Eier, aus denen Larven schlüpfen. Aus den Larven entstehen Arbeiterinnen (etwa 18 bis 25 Millimeter groß), die das Nest je nach Platzangebot in unermüdlicher Arbeit bauen. Es kann bis zu 60 Zentimeter hoch und 30 Zentimeter breit werden. Ein Hornissenvolk kann insgesamt bis zu 700 Tiere zählen.

Im Herbst auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung schlüpfen junge Königinnen und Männchen (Drohnen sind 20 bis 28 Millimeter groß). Die Drohnen entstehen aus nicht befruchteten Eiern und kämpfen untereinander darum, die Königinnen zu befruchten. Allein die begatteten Königinnen überwintern. Der Rest des Volkes stirbt spätestens beim ersten Nachtfrost. Die Kinder lernten aber auch, dass man vor Hornissen keine Angst zu haben braucht. "Hornissen sind friedfertige Tiere, die nie grundlos angreifen, sondern nur zur Verteidigung stechen", nahm Koltes den Kindern die grundlose Angst vor den Tieren. Man sollte sie einfach in Ruhe lassen.