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Hobels: Häuserbau Sache des neuen Rates

St Ingbert. Die Baugrundstücke auf dem St. Ingberter Hobels erregen seit Wochen die Gemüter. Zwei Varianten mit mehr oder weniger Wohnungen gibt es. Der Bauausschuss des Stadtrates hat eine Entscheidung vertagt. Stefan Bohlander

Mit der Bebauung auf dem Hobels in St. Ingbert soll sich der nächste Bauausschuss befassen, der nach der Kommunalwahl am kommenden Sonntag neu gebildet wird. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Ausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung in dieser Woche. Dort konnte aufgrund der vielen konkurrierenden Ansichten des komplexen Sachverhaltes keine Einigung erzielt werden. Streitpunkt ist die ursprünglich geplante Art der Bebauung, die wegen einer Riegelwirkung im Nachhinein in die Diskussion geriet. Deswegen arbeitete die Verwaltung 2009 eine Alternative aus, nach der jeweils zwei Einzelhäuser, eingeschossig mit Dachgeschoss zur Hobels- /Bert-Brecht-Straße hin gebaut werden dürfen.

Ortsrat gegen große Lösung

Zwischenzeitlich hatte sich auch der Ortsrat St. Ingbert-Mitte mit dem Bebauungsplan beschäftigt und sich für eine Verkleinerung der Baugrundstücke ausgesprochen. Ortsvorsteher Ulli Meyer (CDU) begründete die Position des Ortsrates zu den Neubauten so: "Wir wollen den Anwohnern in der Bert-Brecht/Reinhold-Becker/Bergstraße nicht noch mehr Verkehr und Lärm zumuten. Die zusätzlichen Autos gefährden die vielen dort spielenden Kinder. Die von Ortsrat gewünschte kleinere Bebauung dagegen bringt weniger Autos und bewahrt den Kindern wichtige naturnahe Spielflächen."

Dies allerdings befürwortet die St. Ingberter Stadtverwaltung nicht, da nicht veräußerbare Restflächen im Eigentum der Stadt verbleiben würden, die Pflegeaufwand verursachen und für die man selbstverständlich auch die Verkehrssicherungspflicht übernehmen müsste. Die Stadt müsste ferner die Kosten des Planänderungsverfahrens tragen und könnte die auf die Grundstücke entfallenden Erschließungsbeiträge nicht komplett auf die Käufer umlegen. An einer Bebauung nach dem ursprünglichen Plan liegen zurzeit drei Interessenten vor.