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Handball
Der TV Homburg ist zurück

TVH-Spielertrainer Daniel Sorg (links) und Abteilungsleiter Jörg Ecker hoffen auf den Klassenerhalt des Aufsteigers TV Homburg in der RPS-Oberliga.
TVH-Spielertrainer Daniel Sorg (links) und Abteilungsleiter Jörg Ecker hoffen auf den Klassenerhalt des Aufsteigers TV Homburg in der RPS-Oberliga. FOTO: mh / Markus Hagen
Homburg. „Vielleicht ein paar unorthodoxe Wege“ will Trainer Daniel Sorg mit dem TV Homburg in der Saison gehen. Er setzt auf Spielintelligenz und Taktik statt reiner Wurfgewalt. Von Lucas Jost

Der TV Homburg ist nach acht Jahren wieder zurück in der Handball-Oberliga. Für Übungsleiter Daniel Sorg beginnt ein spannendes Kapitel in der vierthöchsten Spielklasse. „Ich freue mich, bei mir kribbelt es. Ich habe Bock, dass die Saison losgeht und glaube, das geht jedem so. Ein Spiel in der Vorbereitung ist nicht vergleichbar mit einem Wettkampfspiel“, freut sich der Psychologe, der den Saisonauftakt am Sonntag um 18 Uhr auswärts in der Queichtalhalle gegen den TV Offenbach bestreitet. „Zum Saisonstart werden Hendrik Schmidt und Matthias Mohn nicht da sein. Philipp Daume stößt studienbedingt ohne eine Trainingseinheit am Sonntag dazu. Das ist fast wie ein Spiegelbild der Vorbereitung“, sagt Sorg und erörtert: „Wie weit wir sind, ist wirklich schwer einzuschätzen, da in der Vorbereitung immer wieder Spieler gefehlt haben. Daher erwarte ich, dass wir uns besonders zu Beginn noch entwickeln müssen. Die Aufgabe wird sein, uns noch besser auf Gegner und Liga einzustellen.“


Doch wo steht der TV Homburg bei seiner Rückkehr? Kann er gegen die etablierten und vermeintlich stärkeren Gegner für eine Überraschung sorgen? Oder muss er Schadensbegrenzung betreiben, um nicht in jedem Spiel abgeschlachtet zu werden? „Wir als Aufsteiger, so ehrlich muss man sein, müssen uns nach unten orientieren. Wir müssen schauen, dass wir die unteren Mannschaften schlagen und vielleicht gegen ein paar Mannschaften aus dem Mittelfeld punkten“, prognostiziert Sorg eine Spielzeit, in der seine Mannschaft von Beginn an Punkte gegen den Abstieg sammeln muss. Und da wird auch schon vielleicht das größte Problem des TV Homburg offensichtlich. „Wir werden auf viele Mannschaften stoßen, die körperlich stärker sind. Wir haben eine spielstarke Mannschaft. Eine Mannschaft, die eine hohe Spielintelligenz mitbringt, eine hohe Dynamik und viele schnelle Spieler hat. Aber keine Mannschaft, die die große Rückraumgewalt mitbringt.“

Mit der kurzfristigen Verpflichtung des linken Rückraums Niklas Eberhard von Saarlandligist SGH St. Ingbert hat der TVH immerhin wurfgewaltige Verstärkung gefunden. Der 22-Jährige kann für Gefahr aus dem Rückraum und Entlastung sorgen, mit 14 Spielern ist der Kader von Homburg schließlich recht klein. Daher dürften sich die Ost-Saarländer auch nicht von ihrem Konzept abbringen lassen. „Wir werden uns viele Tore erspielen müssen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und das geht über mannschaftliche Geschlossenheit in der Defensive“, meint Sorg und erklärt: „Das bedeutet auch, dass man vielleicht ein paar unorthodoxe Wege gehen muss, indem wir vielleicht mal offensiv decken und das Spiel des Gegners zu stören und Chancen zu zerstören, bevor sie entstehen.“