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Tödlicher Zwischenfall
Güterzug erfasst Mann am Homburger Bahnhof

 Tödliches Unglück im Homburger Bahnhof. (Symbolbild)
Tödliches Unglück im Homburger Bahnhof. (Symbolbild) FOTO: dpa / Patrick Pleul
Homburg. Schwerer Zwischenfall am frühen Donnerstagmorgen (14. Februar): Dabei ist ein Mann ums Leben gekommen. Das sorgte für Verspätungen und Ausfälle. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Tödliches Unglück am Homburger Bahnhof: Ein Mann ist am frühen Donnerstagmorgen tot zwischen den Gleisen gefunden worden. Wie Dieter Schwan, Pressesprecher der Bundespolizei in Bexbach, berichtet, hatte ein Güterzug das Opfer erfasst. Der leblose Körper des 36-Jährigen aus dem Homburger Stadtteil Erbach blieb zwischen den Gleisen liegen.


Stundenlang gesperrt und Ausfälle

Deswegen war der Bahnhof von 4.49 bis 6.11 Uhr gesperrt, sagt Schwan. Sieben Züge fielen aus, für neun weitere Bahnen endete die Fahrt vor Homburg aus verschiedenen Richtungen. Bei 13 Verbindungen summierten sich die Verspätungen auf 580 Minuten. Die Bahn stellte zwei Ersatzzüge. Die Gleise 8 bis 14 waren sogar bis 9.43 Uhr dicht, um Spuren zu sichern.



Kripo im Einsatz

Mittlerweile ermittelt die saarländische Kripo, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Anfangs kamen mehrere Ursachen in Frage: Unfall, gewaltsamer Tod oder Suizid. Mittlerweile gehen die Fahnder davon aus, dass der Mann bei einem Bekannten in Bahnhofsnähe getrunken habe. Er ging zu Fuß zum Gleis 10, wo es zu dem Drama kam. Dass jemand anderes Schuld am Tod ist, schließt die Polizei aus, teilt ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums mit.

Menschen, die unter Depressionen leiden und Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines (0800) 1 11 01 11 und (08 00) 1 11 02 22 rund um die Uhr Hilfe. Die Beratungsgespräche finden anonym und vertraulich statt.