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Verkehrsschule
„Jeder Unfall ist einer zu viel“

Stolze Ausbilder und ihre Schützlinge: wie wichtig die Verkehrserziehung für Kinder und Jugendliche ist, hat sich auch diesmal bei der Landesmeisterschaft in dieser Disziplin gezeigt.
Stolze Ausbilder und ihre Schützlinge: wie wichtig die Verkehrserziehung für Kinder und Jugendliche ist, hat sich auch diesmal bei der Landesmeisterschaft in dieser Disziplin gezeigt. FOTO: Cordula von Waldow
Bexbach. In der Jugendverkehrsschule Bexbach ermittelten 30 Kinder ihren Landesmeister in Sachen Verkehrssicherheit.

Mittwochmittag in der Jugendverkehrsschule am Blumengarten in Bexbach. Die Spannung wächst, denn 30 Kinder ermitteln an diesem Tag in einem Landeswettbewerb den Sieger. Wer hat gewonnen und ist „Saarlandmeister 2018“?


Immer aufgeregter werden die beiden Freunde der Verkehrsschule St. Ingbert, als immer mehr Kinder ihre Urkunde erhalten und lediglich die Treppchenplätze zu vergeben sind. Dann bricht der Jubel los: In diesem Jahr gibt es zwei Vizemeister und keinen dritten Platz (wir berichteten).Einer von ihnen ist Marvin Nguyen, gemeinsam mit Max Kettenbaum von der Jugendverkehrsschule St. Ingbert Der glückliche Sieger, der seinen Pokal aus der Hand von der Vizepräsidentin Isolde Ries des Saarländischen Landtages in Vertretung für den Präsidenten und Schirmherr, Stefan Toscani überreicht, heißt Max Kettenbaum und kommt aus Mandelbachtal. Auch Polizeioberkommissarin Isabelle Juraschek nahm strahlend den Pokal entgegen, sichtlich stolz, gleich die beiden besten Fahrradfahrer geschult zu haben. Weitere Vizemeisterin ist Karolina Backes aus Freisen von der Jugendverkehrsschule St. Wendel.

Viele hundert Dritt- und Viertklässler werden jährlich in den 15 Landesverkehrsschulen von den Verkehrsberatern der Landespolizeipräsidiums zum korrekten Verhalten im Straßenverkehr geschult und machen ihren Fahrrad-Führerschein. Einmalig in der Bundesrepublik ist der Landeswettbewerb, der in diesem Jahr zum 31. Mal und nach der Auftaktveranstaltung 1987 abermals in Bexbach ausgetragen wurde. Die Teilnehmer qualifizieren sich in internen Wettbewerben ihrer Jugendverkehrsschulen dafür.



Zunächst mussten die 30 Viertklässler unter Beachtung der Verkehrszeichen und Verkehrsregeln einen Parcours bewältigen, bei dem die unterschiedlichsten Situationen im Straßenverkehr abgefragt wurden. Max fand am Anspruchsvollsten, erst links und dann gleich wieder rechts abzubiegen. In einem zweiten Durchgang fuhren die Kinder frei durcheinander und hatten dabei zusätzlich aufeinander zu achten.

Die Kinder werden in dem geschützten Raum der Jugendverkehrsschulen ausgebildet und vielfach auch in den Echtraum Straße begleitet. Dabei spiele auch das Sozialverhalten gegenüber den Kfz- und Lkw-Führern, besonders im Risiko des Toten Winkels, eine wichtige Rolle sowie die Vorbildfunktion für viele Eltern: keine Fahrt ohne Helm. „Ihr seid alle Sieger, die ihr heute hier seid“, lobte Cornelia Hoffmann-Bethscheider, die Präsidentin des Sparkassen- und Giroverbandes, einer der Hauptsponsoren. „Wir wollen Unfälle vermeiden helfen, denn jeder Unfall ist einer zu viel“, bestätigte Peter Fuchs, Einsatzleiter des Polizeipräsidiums, für den Polizeipräsidenten.

(cvw)