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| 20:34 Uhr

Night Shopping
Versöhnliche Worte zum Ende einer Ära

Trotz Nieselregens war die Stimmung beim Last-Minute-Night-Shopping in Blieskastel noch ganz gut.
Trotz Nieselregens war die Stimmung beim Last-Minute-Night-Shopping in Blieskastel noch ganz gut. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. Das „Last minute night shopping“war die letzte Veranstaltung des Vereins für Stadtmarketing in Blieskastel. Denn der stellt jetzt seine Arbeit ein.

Man könnte sarkastisch sagen, es war das letzte Aufbäumen eines Sterbenden. Das „Last minute night shopping“ des Blieskasteler Vereins für Stadtmarketing markierte den Endpunkt des Vereins der Blieskasteler Gewerbetreibenden. Im kommenden April wäre der Verein gerade einmal fünf Jahre alt geworden, nun ist zum Jahresende Schluss. In der Rückschau erinnert man sich, dass schon die Vorgängervereinigung, der Blieskasteler Gewerbeverein, nicht besonders friedlich eingeschlafen war. Auch hier gab es am Ende keine Nachfolgeregelung, auch dieser Zusammenschluss der Blieskasteler Gewerbetreibenden hatte kein besonders rühmliches Ende genommen. Und auch nach dem fulminanten Neustart des Stadtmarketing-Vereins gab es bereits nach wenigen Monaten Grüppchen- und Lagerbildung. Als der Vorsitzende Wolfgang Hauck wegen der „Ackermann-Affäre“ zurückgetreten war, übernahm Rainer Schetting das Sagen auf der Kommandobrücke. Er reflektiert über sich selbst, dass er in seinem bisherigen Berufsleben vor seiner Selbstständigkeit große Verantwortung habe tragen müssen. „Und da muss man auch mitunter harte Entscheidungen treffen, da kann man nicht immer auf Teufel komm raus Kompromisse eingehen“. Insofern sei ihm auch klar, dass er „nicht der einfachste Mensch“ sei. Aber das Wohl der Gewerbetreibenden habe ihm immer am Herzen gelegen. Man hat ihm vorgeworfen, er habe seine eigenen Geschäftsinteressen immer in den Mittelpunkt gerückt. Aber er kontert, dass der Platz rund um den Schlangenbrunnen sozusagen „das Wohnzimmer Blieskastels“ sei, dort müsse sich zwangsläufig viel abspielen.

Und Francesco Papa hatte es bei der letzten Sitzung des Stadtmarketing-Vereins auf den Punkt gebracht: „Rainer Schetting braucht nichts und niemandem mehr etwas zu beweisen“. Viel Porzellan ging also in den letzten Jahren bei den Gewerbetreibenden zu Bruch, gleichwohl erinnert Schetting auch an die schönen Momente. „Das Diner en blanc“, eine nicht-kommerzielle Veranstaltung sei ein großer Erfolg gewesen, der auch weit über Blieskastel hinweg wahrgenommen worden sei. Auch habe man es noch einmal mit der After-Work-Party versucht, und Schetting erwähnt zudem die, wie er es nennt, Ergänzung zum Christkind-Markt, als auch kleine Häuschen rund um den Schlangenbrunnen aufgebaut waren. Und man darf bei der Gelegenheit nicht unerwähnt lassen, dass genau diese Aktion sehr gut angenommen wurde und viele auswärtige Gäste bis heute diesen Häuschen nachtrauern. Und wenn sich auch viel Frust bei Rainer Schetting im Laufe seiner Amtsführung aufgestaut hat, so wünschte er sich doch, dass es so etwas wie den Marketing-Verein weiter geben müsste: „Das muss ja nicht unbedingt ein eingetragener Verein sein, dass kann durchaus auch ein loser Zusammenschluss sein. Von mir würde es auf jeden Fall Unterstützung geben“, unterstrich der Wein- und Ölhändler. Das „Last minute night shopping“ fand zwar nicht unbedingt unter weihnachtlichen Wetterverhältnissen statt, aber trotz des eher regnerischen Wetters hatten sich einige Kunden in der Altstadt eingefunden. Musik gab es von der Bliestal Bigband und von der Popgruppe Purple Haze. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss, der vielleicht doch noch hoffen lässt.