1. Saarland

Gerwerkschaft Verdi ruft im Saarland zu Warnstreik in Handel und Versand auf

Tarifstreit : Heute erneut Warnstreik im Handel und Versand – Verdi ruft im Saarland zum Ausstand auf

Seit Juni ist es bereits zu mehreren Streiks der Beschäftigten im Handel und Versand an Rhein und Saar gekommen. Jetzt legen sie erneut die Arbeit nieder. Und das hat aus Sicht der Gewerkschaft Verdi einen triftigen Grund.

Seitdem die Tarifverträge im saarländischen Einzel- und Versandhandel am 1. April ausgelaufen sind, ziehen sich die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hin. Auch in Rheinland-Pafz warten die Beschäftigten im Handel auf weitere Verhandlungen für mehr Lohn und machen mit Arbeitskämpfen Druck. So ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am heutigen Mittwoch, 22. September, zum ganztägigen Warnstreik auf.

Seit Juni war es schon mehrmals zu Arbeitsniederlegungen gekommen. Da Verdi der Ansicht ist, dass die Arbeitgeber bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, steht jetzt abermals ein Ausstand an.

Verdi fordert für die saarländischen Beschäftigten zwei Prozent mehr Geld ab 1. Juni, in Rheinland-Pfalz ab 1. Juli. Grund für die zwei verschiedenen Startzeiten in den beiden Bundesländen: Die jeweiligen Tarifverträge sind zu unterschiedlichen Fristen ausgelaufen. 

Für kommendes Jahr verlangen die Gewerkschafter ein Plus von 1,4 und 2023 zwei Prozent. Zudem geht es um eine Corona-Prämie von 300 Euro, für Mitarbeiter in Teilzeit entsprechend niedriger. Dabei geht Verdi auch auf die Betriebe zu, die durch die Pandemie gelitten haben. So soll die Prämie in diesen Fällen wegfallen. 22 Nullmonate bei der Lohnerhöhung sind ebenfalls vorgeschlagen. Die Laufzeit der neuen Tarifverträge soll drei Jahre betragen.

Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht für den Groß- und Außenhandel zwei Jahre Laufzeit, 1,5 Prozent mehr Lohn ab 1. Dezember und zehn Nullmonate, ein Prozent ab 1. November 2022 und nur 150 Euro Corona-Prämie für gesunde Betriebe vor.