1. Saarland

Es begann mit dem "Haawebraddler"

Es begann mit dem "Haawebraddler"

Geislautern. 1981 gründete sich die heutige Geislauterner Karnevalsgesellschaft "Die Braddler". Spielleiter Ignaz Schuh erläutert uns den Namen und macht zunächst einen kurzen Ausflug in die Ortsgeschichte: 1955 entstand in Geislautern ein Karnevalsverein, der sich "Die Geißenreiter" nannte. Diesem Verein war aber nur ein kurzes Leben (bis 1958) beschieden

Geislautern. 1981 gründete sich die heutige Geislauterner Karnevalsgesellschaft "Die Braddler". Spielleiter Ignaz Schuh erläutert uns den Namen und macht zunächst einen kurzen Ausflug in die Ortsgeschichte: 1955 entstand in Geislautern ein Karnevalsverein, der sich "Die Geißenreiter" nannte. Diesem Verein war aber nur ein kurzes Leben (bis 1958) beschieden. Anschließend organisierten andere Vereine, später ein Arbeitskreis, dann die Arbeitsgemeinschaft Geislauterner Vereine (AGV) die Karnevalsveranstaltungen. Bis engagierte Leute im Jahr 1981 meinten, dass es wieder Zeit für einen eigenen Karnevalsverein sei, nämlich Die Braddler.

Und so kam es zum Vereinsnamen: Ignaz Schuh und Axel Bronner traten schon bei den Kappensitzungen der AGV als Büttenduo "de Jupp un de Jääb" auf. Bei diesen heftigen und deftigen Zwiegesprächen fiel sehr häufig die abfällige Bezeichnung "Haawebraddler". Im Volksmund wird als "Haawebraddler" jemand bezeichnet, der ahnungslos und ohne viel nachzudenken sinn- und zusammenhangloses Geschwätz von sich gibt, vergleichbar mit Durchfall auf dem "Haawe" (Topf). Da es zum Repertoire eines Karnevalsvereins gehört, sich ohne ernsthaften Hintergrund über alles und jeden lustig zu machen, fand man die Kurzform von "Haawebraddler" als Vereinsnamen voll zutreffend.

Als Erinnerung an die "Geißenreiter", die einen Geißenkopf im Wappen hatten, einigte sich die neue Karnevalsgesellschaft auf dieses Wappentier, auch weil damit ein Bezug zum Ortsnamen hergestellt werden kann. Man sollte allerdings wissen, dass der Name Geislautern nicht auf Geißen oder Ziegen zurückzuführen ist, sondern viel eher auf den mittelalterlichen Vornamen Gisan oder Geiso. red