Er sammelt steinerne Erdgeschichte

Er sammelt steinerne Erdgeschichte

Hofeld-Mauschbach. Er war ein kleiner Junge, als er die Liebe zu den Steinen entdeckte. Beim Aufschlagen von Steinen fand er die ersten Achate und Kristalle. Heute hat der 84-jährige Albrecht Fries eine sehr reichhaltige Mineraliensammlung. Sein Vater habe seine ersten Funde meistens weggeworfen, erzählte der Mauschbacher

Hofeld-Mauschbach. Er war ein kleiner Junge, als er die Liebe zu den Steinen entdeckte. Beim Aufschlagen von Steinen fand er die ersten Achate und Kristalle. Heute hat der 84-jährige Albrecht Fries eine sehr reichhaltige Mineraliensammlung. Sein Vater habe seine ersten Funde meistens weggeworfen, erzählte der Mauschbacher. Als er in einem Steinbruch einen Amethyst fand, habe eine Frau ihm den wertvollen Fund für umgerechnet eine Mark abgekauft.Nach dem Krieg ging Albrecht Fries gezielt auf die Suche nach Bodenschätzen. Nicht nur in der näheren Umgebung wie Oberthal, Freisen und Weiersbach fand er das, was sein Herz begehrte. Die Suche führte ihn auch nach Thüringen, an die tschechische Grenze und in die Steiermark. "Immer wieder war ich begeistert, welche Schönheiten in den Steinen stecken", sagte der leidenschaftliche Sammler. Im Keller ist das Millionen Jahre alte Mangankristall zu sehen, das beim Autobahnbau bei Türkismühle entdeckt wurde. Man kann die Manganknolle aus Theley bewundern und das Steinholz, das beim Bau der Citygarage in St. Wendel ans Tageslicht kam. Bergkristalle, Achate, Pyrite, Quarze, Thyolite, Korallen, Blutsteine und Fossilien - seine Sammlung ist vielfältig. In seiner Werkstatt fertigt er auch Schmuck an. Albrecht Fries, plant, sein Mineralienmuseum mehr der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. gtr

Kontakt: Telefon (0 68 57) 56 72, Mittwoch- und Donnerstagnachmittag.

Hintergrund

In ihrer neuen Serie "Menschen unserer Heimat" stellt die Saarbrücker Zeitung jeden Donnerstag eine Person aus dem Landkreis St. Wendel vor. Ziel ist es, über die vielfältigen Hobbys, besondere Sportarten, ein langes ehrenamtliches Engagement oder auch über ein ausgefallenes Steckenpferd zu schreiben. Gerne nimmt die Redaktion Anregungen entgegen. Mia-Münster-Straße 8, 66606 St. Wendel, Tel. (0 68 51) 9 39 69 50, Fax (0 68 51) 9 39 68 59. E-Mail: redwnd@sz-sb.de