1. Saarland

Die Turmuhr der Christuskirche ist wieder fit

Die Turmuhr der Christuskirche ist wieder fit

Dudweiler. "Und sie geht doch." Mit diesen vier Worten bringt Pfarrer Manfred Culmann seine ganze Freude zum Ausdruck. Denn: Die Turmuhr der Christuskirche in der Dudweiler City läuft wieder tadellos. Das war nicht immer so, denn wie Ende Oktober berichtet, gab die Turmuhr die den Gläubigen weithin verkündet, was es geschlagen hat, den Geist auf

Dudweiler. "Und sie geht doch." Mit diesen vier Worten bringt Pfarrer Manfred Culmann seine ganze Freude zum Ausdruck. Denn: Die Turmuhr der Christuskirche in der Dudweiler City läuft wieder tadellos. Das war nicht immer so, denn wie Ende Oktober berichtet, gab die Turmuhr die den Gläubigen weithin verkündet, was es geschlagen hat, den Geist auf. Um genau drei Uhr dreiunddreißig blieb sie seltsamerweise stehen. Das große Problem: Jemanden zu finden, der das gewaltige Teil reparieren kann. Denn das gute Stück, das seinerzeit die Straßburger Firma Ungerer lieferte (Vorfahren des heute international bekannten Buchillustrators und Grafikers Tomi Ungerer) ist mehr als 80 Jahre alt. Doch dann, nach dem SZ-Bericht am 30. Oktober über das Malheur der Christuskirche, kam die Rettung. Eine Fachfirma, sagt Pfarrer Culmann, habe zunächst erklärt, die Turmuhr sei nicht mehr zu retten. Dann aber stellte sich heraus, dass es doch noch Hoffnung gibt. Die Sulzbacher Firma Hydac habe sich bereit erklärt, Teile der Uhr zu restaurieren. Und schließlich rückte der Saarbrücker Uhrmachermeister Pirmin Hüther an. Mit Unterstützung von Kurt und Kai Weyand brachte er die Turmuhr wieder zum Laufen. Und das kostenlos. Etwa eine Stunde lang hat er das Werk überarbeitet, alles nachgeschaut und geölt. Die Kirchengemeinde freut sich über die großartige Unterstützung, die ihr zuteil geworden ist. Sogar im fernen Lübbecke (Nordhein-Westfalen) sei der Hilferuf der Kirchengemeinde in der Saarbrücker Zeitung angekommen.

Was im Übrigen durch einen entsprechenden Spendenaufruf an Geld zusammengekommen ist, soll nun als Rücklage zur weiteren Pflege der Turmuhr verwendet werden. Eine Neuanschaffung hat sich ja nun erübrigt. Allen Spendern gilt das Dankeschön der Evangelischen Kirchengemeinde.

Die Christuskirche selbst wurde 1880-1882 erbaut. Schon im November 1881 war der Turm fertig, so dass man die drei Glocken aufhängen konnte. Am 15. Dezember 1881 läuteten sie das erste Mal. Dann folgte der Innenausbau des neugotischen Gotteshauses. Und am 1. November 1882 wurde die Kirche mit einem großen Fest eingeweiht.

Gravierende Schäden verkraften musste die Kirchengemeinde durch einen Flugzeugabsturz im Zweiten Weltkrieg im nahe gelegenen Park. So waren nach dem Krieg neue Fenster, Bänke und Altar sowie die Reparatur des Daches fällig.