1. Saarland

Der September brachte Sonnenschein satt

Der September brachte Sonnenschein satt

Der September 2009 präsentierte sich in unserer Region als ruhiger Altweibersommer-Monat. aus meteorologischer Sicht ohne Auffälligkeiten. Zunächst lenkte bis zum 5. September ein kräftiges Nordseetief mit seinen Ausläufer Regen und kräftigen Wind in unsere Region

Der September 2009 präsentierte sich in unserer Region als ruhiger Altweibersommer-Monat. aus meteorologischer Sicht ohne Auffälligkeiten.

Zunächst lenkte bis zum 5. September ein kräftiges Nordseetief mit seinen Ausläufer Regen und kräftigen Wind in unsere Region. In dieser Zeit kamen 31 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel - aber das war auch schon fast die gesamte Monatsniederschlagsmenge. Danach kletterte das Thermometer rasch über 30 Grad; am 8. September wurde die Monatshöchsttemperatur von 31,9 Grad gemessen.

Vom 13. auf 14. September bildete sich über Deutschland ein so genannter Kaltlufttropfen. Dies ist ein in etwa vier bis sechs Kilometer Höhe positioniertes kleines Tiefdruckgebiet. Die Temperaturen bewegten sich nur noch knapp über 15 Grad und sorgten so bei Regenschauern (7,2 Liter pro Quadratmeter) für erste herbstliche Trauerstimmung.

Glücklicherweise löste sich dieser Kaltlufttropfen schnell auf. Die Temperaturen stiegen wieder auf rund 25 Grad. Der anfänglich böige Wind beruhigte sich bis zum 19. September. Bis zum Monatsende präsentierte sich der September nun mit gemütlicher Witterung bei Tageswerten um 20 Grad und immer geringeren Windgeschwindigkeiten. Durch die teils wolkenlosen Nächte kühlte die Atmosphäre rasch ab. Es bildete sich als erstes herbstliches Anzeichen in den Niederungen Bodennebel, zum Teil recht dicht. Hierbei sanken die Temperaturen besonders in den frühen Morgenstunden auf bis zu 4,3 Grad (am 26. September).

Zusammengefasst war der September mit einer Durchschnittstemperatur von 15,37 Grad um etwa ein Grad zu warm. Die größte Differenz zwischen Tag- und Nachttemperatur wurde am 8. September gemessen: 25,5 Grad. Die Niederschlagsmenge von 38,2 Litern pro Quadratmeter bei sieben Regentagen war im Vergleich zum langjährigen Mittel - 88 Liter pro Quadratmeter bei zehn Regentagen - deutlich zu gering. Die Sonne schien 132 Stunden lang, 22 Stunden mehr als 2008.

Die bisher dominierende Nordwestlage mit trocken-warmer Witterung wird nun durch ein Sturmtief gestört, das von England über die Nordsee nach Skandinavien zieht. Mehrere Randausläufer bringen unserer Region lebhaften Wind aus West bis Nordwest. Kleinere Niederschlagsfelder können für ungemütliches Wetter sorgen; die Woche beginnt in unserer Region wechselhaft. Danach zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend bei den Temperaturen ab - der goldene Oktober kann kommen.