1. Saarland

Der Juni brachte Regen-Rekorde

Der Juni brachte Regen-Rekorde

Mit perfektem Grillwetter, Schwimmbadbesuchen und Aufenthalten in vollen Biergärten endete der Juni 2010. Zum Monatsbeginn sah es aber noch ganz anders aus. Wie vorhergesagt, startete der Juni 2010 mit sonnigem Wetter, die Tagestemperaturen überschritten in den Nachmittagsstunden kurzfristig die 30 Grad-Marke. Zum 5. Juni hin erreichten aber feuchtere atlantische Luftmassen unsere Region

Mit perfektem Grillwetter, Schwimmbadbesuchen und Aufenthalten in vollen Biergärten endete der Juni 2010. Zum Monatsbeginn sah es aber noch ganz anders aus. Wie vorhergesagt, startete der Juni 2010 mit sonnigem Wetter, die Tagestemperaturen überschritten in den Nachmittagsstunden kurzfristig die 30 Grad-Marke. Zum 5. Juni hin erreichten aber feuchtere atlantische Luftmassen unsere Region. Das bescherte uns am 6. Juni lokalen Starkregen mit Gewitter. Genau über unserer Region sind dabei zwei Gewitterfronten mit ihrem Niederschlagsfeld zusammengetroffen. Dies führte zu einem Rekord-Regen: rund 70 Liter pro Quadratmeter binnen 60 Minuten. Rekordverdächtig war aber die in nur fünf Minuten erfasste Niederschlagsmenge von 38,5 Litern pro Quadratmeter um 17.08 Uhr. Schlamm-Massen auf Straßen, Überschwemmungen und geflutete Keller waren das Ergebnis dieser kleinen Sintflut.

Danach stellte sich die Großwetterlage nur langsam um. Bis zur dritten Juniwoche herrschte recht sonniges Wetter mit vereinzelten Schauern bei moderaten Temperaturen knapp über 25 Grad. Durch ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien wurde recht kalte, aber trockene Polarluft bis in unsere Region geleitet. So gab es am 20. Juni um 5.24 Uhr die Monatstiefsttemperatur von 4,6 Grad. Ab dem 21. Juni setzte sich ein kräftiges Hochdruckgebiet genau über Mittel-Deutschland durch. Die Tagestemperaturen stiegen jeden Tag höher und erreichten zu Juli-Beginn in windstillen Lagendie 35 Grad-Marke.

Die Monats-Niederschlagsmenge von 114,8 Litern pro Quadratmeter bei zehn Regentagen ist ein absoluter Rekordwert: Der statistische Juni-Mittelwert liegt bei 72,8 Litern. Mit 18,7 Grad Durchschnittstemperatur war der Juni etwas zu warm. Es gab rund 195 Sonnenscheinstunden, was dem langjährigen Monatsmittel entspricht.

Derzeit verlagert sich das Hochdruckgebiet über Mitteldeutschland weiter nach Osten. Da sich die Luftmassen eines Hochdruckgebietes rechts herum drehen, erreichen unsere Region über die Westseite heiße, subtropische Luftmassen aus dem Mittelmeerraum. Die Temperaturen überschritten am Samstag wieder 35 Grad; auch die Nächte konnten mit Tiefstwerten nur knapp unter 20 Grad kaum noch für spürbare Abkühlung sorgen. Am Wochenende überquerte von Frankreich her ein Tiefdruckgebiet mit einer eingebetteten Kaltfront unsere Region. Die Tagestemperaturen bewegen sich in den Folgetagen bei sonnigen Abschnitten zwischen 21 und 28 Grad, die Nachttemperaturen zwischen elf und 15 Grad. Für die nächsten Tage ist mit der Fortdauer des hochsommerlichen Wetters zu rechnen. Dabei können lokale Gewitter mit Starkregen nicht ausgeschlossen werden.

Mit 20,1 Grad Durchschnittstemperatur ist der Juli übrigens, statistisch gesehen, der wärmste Monat in unserer Region.