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Dem Nationalpark den Weg ebnen

Dem Nationalpark den Weg ebnen

St. Wendel. Die rheinland-pfälzische Landesregierung will in der laufenden Regierungsperiode einen Nationalpark auf den Weg bringen. Ein möglicher Standort ist die Region Hochwald-Idarwald rund um den Erbeskopf. Dieser Park könnte aber auch über die Landesgrenze hinaus ins nördliche Saarland reichen und dann die Primstalsperre und den Dollberg samt Hunnenring mit einbinden

St. Wendel. Die rheinland-pfälzische Landesregierung will in der laufenden Regierungsperiode einen Nationalpark auf den Weg bringen. Ein möglicher Standort ist die Region Hochwald-Idarwald rund um den Erbeskopf. Dieser Park könnte aber auch über die Landesgrenze hinaus ins nördliche Saarland reichen und dann die Primstalsperre und den Dollberg samt Hunnenring mit einbinden.Der Kreistag von St. Wendel befasst sich in seiner Sitzung am heutigen Montag, 25. Juni, 16.30 Uhr, im großen Sitzungssaal des Landratsamtes mit dem Thema. Der Gemeinderat Nohfelden diskutiert am Dienstag, 26. Juni, 17.30 Uhr, im Nohfelder Ratssaal über den grenzüberschreitenden Nationalpark. Am Donnerstag, 28. Juni, steht das Thema dann auch auf der Tagesordnung des Gemeinderates Nonnweiler, der um 18 Uhr in der Benkelberghalle in Sitzerath tagt.

Auch die saarländische Landesregierung hat im Koalitionsvertrag die Prüfung der Ausweisung grenzüberschreitender Nationalparks vereinbart. Hierfür in Frage kommen ausschließlich Saarforst Waldflächen in den Gemeinden Nonnweiler und Nohfelden, die im Eigentum des Landes stehen.

"Der Landkreis St. Wendel und die Gemeinden Nohfelden und Nonnweiler stehen der Planung positiv und ergebnisoffen gegenüber" heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Landkreises. Landrat Udo Recktenwald: "Der Landkreis St. Wendel könnte von diesem Premiumprodukt einer nachhaltigen Entwicklung erheblich profitieren. Mit Blick auf den Bostalsee und den Ferienpark in der Gemeinde Nohfelden sowie den keltischen Ringwall mit Keltenpark in der Gemeinde Nonnweiler als touristisches Highlight in Angrenzung an den Nationalpark würde ein hervorragendes Alleinstellungsmerkmal für den Nationalpark Hochwald entstehen".

Grundsätzlich unterstütze der Landkreis St. Wendel die Einrichtung eines grenzüberschreitenden Nationalparks Hochwald, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind. So sollten beispielsweise die Bürger der angrenzenden Dörfer und sonstige beteiligte Dritte frühzeitig mit einbezogen werden. Eine erste Informationsveranstaltung sei nach den Sommerferien geplant.

Auch dürfe es keine naturschutzrechtlichen Einschränkungen bei der touristischen Nutzung des Keltenparks, der Primstalsperre sowie sonstiger touristischer Nutzungen in den betroffenen Gemeinden geben. Mögliche finanzielle Auswirkungen auf die Haushalte des Landkreises und der betroffenen Kreiskommunen unter der Berücksichtigung der aus dem Nationalpark entstehenden Wertschöpfung müssten bekannt sein. Alle eventuellen anderen Auswirkungen auf das betroffene Gebiet, wie beispielsweise auf das Jagdrecht oder die Waldnutzung, müssen laut Recktenwald im Voraus abgeklärt werden.

In der heutigen Kreistagssitzung schlägt Recktenwald dem Kreistag vor, eine grundsätzliche Absichtserklärung zur Mitwirkung an der geplanten Einrichtung eines grenzüberschreitenden Nationalparks Hochwald, unter den genannten Voraussetzungen, abzugeben. vf