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Das Bauhaus geht, und Edeka kommt

Das Bauhaus geht, und Edeka kommt

Saarbrücken. Wesentliche Veränderungen stehen im Saarbrücker Ostviertel bevor. Spätestens zum 30. Juni, dem Auslaufen des bis dahin gültigen Mietvertrags, endet das "Kapitel Bauhaus" an dieser Stelle. Das bestätigt Nico Müller, Geschäftsführer Bauhaus GmbH Südwest, der SZ

Saarbrücken. Wesentliche Veränderungen stehen im Saarbrücker Ostviertel bevor. Spätestens zum 30. Juni, dem Auslaufen des bis dahin gültigen Mietvertrags, endet das "Kapitel Bauhaus" an dieser Stelle. Das bestätigt Nico Müller, Geschäftsführer Bauhaus GmbH Südwest, der SZ. Der 35-Jährige betonte, dass die 22 Beschäftigten - schon ab Anfang Juni, wenn das Saarbrücker Fachzentrum vermutlich geschlossen wird - in die Bauhaus-Fachzentren in Ensdorf und in Dillingen wechseln werden. Es habe "keine betriebsbedingten Kündigungen" gegeben. Allen Voll- und Teilzeitbeschäftigten seien Übernahmeangebote gemacht worden. Schon in der kommenden Woche werde es Preisnachlässe im Bauhaus geben, "damit wir alle Waren verkaufen können".

Doch Bauhaus will Saarbrücken nicht für immer den Rücken kehren. Am Containerbahnhof in der Dudweilerlandstraße soll "so bald wie möglich" mit dem Neubau eines Fachzentrums begonnen werden. Dort will Bauhaus auf rund 17 000 Quadratmetern (etwa vier Mal soviel wie am heutigen Standort) seine Waren verkaufen. Müller versprach, nicht nur allen Beschäftigten "von der Mainzer Straße" dort einen Arbeitsplatz anzubieten, seine Gesellschaft werde sogar zusätzlich Beschäftigung am neuen Standort schaffen. Wenn die Genehmigungen erteilt seien, werde man danach in maximal einem halben Jahr den Neubau hochziehen.

Die Berechtigung zum Bauen an der Ecke Mainzer-/Uhlandstraße hat nach Auskunft von Triwo-Vorstand Wilfried Biewer seine Aktiengesellschaft: "Wie haben eine genehmigte Bauvoranfrage und werden uns daran halten." Das bedeutet, dass der Lebensmittel-Vollversorger Edeka (Biewer) hier einziehen wird. Der Neubau werde kleiner sein als das Bauhaus-Gebäude, der Rest des Grundstücks werde wohl in der Weise genutzt, die Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer in direkten Gesprächen mit der Trierer Immobilien-AG gefordert habe. Das bedeutet nach Biewers Worten, dass die Fassade "vernünftig" gestaltet werde. Wie die Baudezernentin dieser Tage bei einem Anwohnertreffen sagte, wünscht die Stadt, dass die Anzahl der Autostellplätze begrenzt wird.

Auch solle der Parkplatz so angelegt werden, dass er den Charakter eines Quartiersplatzes erhalte und am Abend und an den Wochenenden von Anwohnern genutzt werden könne. Zur Mainzer Straße hin soll eine Baumreihe für "optische Schließung der Baulücke" sorgen. Diesem Ansinnen wird Triwo nachkommen, so Biewer. rae/thf