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BostalseeLasst die Tiere zu Hause und am Leben

BostalseeLasst die Tiere zu Hause und am Leben

BostalseeLasst die Tiere zu Hause und am LebenZum Artikel "Vom Blickfang zur Plage" - SZ vom 26. September"Was nicht in den Kram passt, wird eliminiert" - so hätte auch die Überschrift zu dem oben genannten Zeitungsartikel lauten können. Der Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen wird zur Farce, wenn andere Interessen entgegenstehen

Bostalsee

Lasst die Tiere zu Hause und am Leben

Zum Artikel "Vom Blickfang zur Plage" - SZ vom 26. September

"Was nicht in den Kram passt, wird eliminiert" - so hätte auch die Überschrift zu dem oben genannten Zeitungsartikel lauten können. Der Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen wird zur Farce, wenn andere Interessen entgegenstehen. Das Problem mit den Hinterlassenschaften der Gänse steht nicht zufällig mit dem Bau des Ferienparks in Zusammenhang? Schließlich könnten durch ein paar Kothaufen die Gäste ausbleiben und somit einen ganzen Tourismuszweig infrage stellen. Viele dieser Gäste kommen allerdings gerade wegen der schönen Natur, zu der nun auch die Kanadagänse gehören, an den Bostalsee.

Lediglich im Herbst und in den Wintermonaten ist mit höheren Ansammlungen dieser geselligen Tiere an größeren Seen zu rechnen. In diesen Zeiten werden die Liegewiesen am Bostalsee in der Regel aber nicht benutzt. Auch andere Vögel, wie Stockente oder Bachstelze, nutzen die Wiesen und hinterlassen ihre Exkremente. Sollen diese dann auch demnächst gefangen und getötet werden?

Die angelegten Ausgleichsflächen werden den gewünschten Erfolg nicht bringen, eventuell sogar zum Gegenteil führen, da sie ein zusätzliches Nahrungsangebot darstellen und den Bestand anwachsen lassen könnten.

Auch wenn rechtlich gegen das Töten der Tiere, Kanadagänse dürfen nach dem "Saarländischen Jagdgesetz" in der Zeit von 1. November bis 15. Januar bejagt werden, nichts zu machen ist, stößt diese Vorgehensweise bei mir und vielen anderen Mitbürgern auf völliges Unverständnis. Angesichts der vielen Millionen Euro, die im Projekt "Bostalsee" bisher investiert wurden und weiterhin werden, halte ich es für durchaus zumutbar, die Menge der Hinterlassenschaften der Gänse auf den Liegewiesen einmal täglich zu entfernen.

Ronald Brück, Bliesen