Spuren römischer Soldaten im Hochwald

In ihrem Vortrag in Wadrill beleuchtet Sabine Hornung von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz die aktuellen Forschungen am Hunnenring und bei Hermeskeil zum Einfluss der Römer im Hochwald.

In der Reihe "Treffpunkt Heimat" des Vereins für Heimatkunde Wadern berichtet Dr. Sabine Hornung am 19. November um 19 Uhr in der Wadrilltalhalle über die aktuellen Forschungsergebnisse zum spätrepublikanischen Militärlager von Hermeskeil und seinem Umfeld.

Mit dem Nachweis eines spätrepublikanischen Militärlagers bei Hermeskeil liegen erstmals konkrete Hinweise auf die potenzielle Bedeutung der Hunsrück-Region zur Zeit der römischen Eroberung vor. Im Rahmen des Vortrages werden die aktuellen Forschungen der Universität Mainz zu diesem Stützpunkt der römischen Truppen vorgestellt und in einen größeren räumlichen wie historischen Zusammenhang gestellt. War der Hochwald einer der Schauplätze von Caesars Gallischem Krieg? Welche Rolle spielten die Bewohner der in Sichtweite zu dem Militärlager liegenden spätkeltischen Befestigung "Hunnenring " von Otzenhausen in potenziellen militärischen Auseinandersetzungen? Und was verraten uns die aktuellen Forschungen in der Hunsrück-Region im Kontext zeitgleicher Befunde aus anderen Teilen des Treverergebietes?

Auch wenn zum Teil noch keine abschließende Antwort auf diese Fragen möglich ist, liefern die neuen Forschungen in Hermeskeil , am "Hunnenring " sowie im Bereich des römischen Vicus "Auf dem Spätzrech" bei Schwarzenbach doch wichtige neue Erkenntnisse für ein Verständnis der in Caesars "De bello gallico" beschriebenen Ereignisse. Dr. Sabine Hornung ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vor- und Frühgeschichte, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und leitet ein landschaftsarchäologisches Forschungsprojekt im Umfeld des "Hunnenrings" von Otzenhausen. Die Abgabe der Habilitationsschrift mit dem Thema "Siedlung und Bevölkerung in Ostgallien zwischen Gallischem Krieg und der Festigung der römischen Herrschaft" erfolgte 2013.

Der Eintritt ist frei.

www.heimatkunde-wadern.de

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