1. Saarland

60 turbulente Minuten mit einem guten Ende

60 turbulente Minuten mit einem guten Ende

Merzig. Das war kein Stein - das war ein ganzer Steinbruch, der Berthold Kreuser am Samstag in der Merziger Thielspark-Halle vom Herzen fiel. Sechzig turbulente Spielminuten harrte der Trainer der Handballfreunde Untere Saar (Tabellen-14.) im Regionalliga-Kellerduell gegen die Sportfreunde Budenheim (Tabellen-15

Merzig. Das war kein Stein - das war ein ganzer Steinbruch, der Berthold Kreuser am Samstag in der Merziger Thielspark-Halle vom Herzen fiel. Sechzig turbulente Spielminuten harrte der Trainer der Handballfreunde Untere Saar (Tabellen-14.) im Regionalliga-Kellerduell gegen die Sportfreunde Budenheim (Tabellen-15.) aus, ertrug Rückstände, beklatschte die Aufholjagd seines Teams und zitterte bis zuletzt am Spielfeldrand mit. Bis mit 36:32 der dritte Saisonsieg endlich in trockenen Tüchern war. Merzigs Rückstand auf Rang zehn, den ersten Nichtabstiegsplatz, beträgt damit "nur" noch fünf Punkte. Doch diese an sich aufbauende Tatsache war für Kreuser nach dem Schlusspfiff unerheblich. "Meine Spieler haben gesehen, dass sie noch gewinnen können. Das ist viel wichtiger", sagte der Teamchef mit gedämpfter Freude.So richtig glücklich wirkte Kreuser nach dem dritten Saisonsieg nicht. Schuld an der getrübten Siegesstimmung war ein Vorfall in der letzten Spielminute. Vier Tore hatte Steffen Kellendonk bei seinem Comeback nach mehrwöchiger Zwangspause erzielt, als ihm im Abwehrgetümmel ein Gegenspieler ausgerechnet auf den lange verletzten Fuß trat. Im Krankenhaus war auf dem Röntgenbild später an der alten Bruchstelle ein leichter Haarriss zu sehen. Der Zwei-Meter-Hüne hofft nun, dass es diesmal nicht so schlimm werden wird. Trotzdem sitzt der Frust tief. "Es ist wirklich wie verhext. Das Verletzungspech hört einfach nicht auf", seufzte Kreuser, der gegen Budenheim auch ohne die Torjäger Ralf Kreibig (Muskelfaserriss) und Andy Dörr (Bandscheibenvorfall) auskommen musste. Folge: Jens Ehrich, Thomas Kochann und Torben Rixecker spielten im Rückraum durch. Und zunächst lief es gut. Nach einer 3:1-Führung gerieten die Gastgeber dann aber aufgrund eklatanter Abwehrschwächen mit 4:9 in Rückstand.In einer Auszeit stellte Kreuser seine Mannschaft neu ein. Mit Erfolg. Thomas Kochann (10/2), Jens Ehrich (8) und Peter Laux (7) übernahmen nun im Angriff Verantwortung und warfen ihr Team wieder heran. Nach der Pause (15:15) bestimmten die Handballfreunde das Spiel (17:16, 21:18, 23:22, 30:29), konnten sich aber nie entscheidend absetzen. So blieb es bis zur 58. Minute (33:31) spannend. Nach dem Tor von Jens Ehrich zur 34:31-Führung war die Entscheidung aber gefallen. "Ein Sieg, den sich die Jungs wirklich verdient haben", zog Kreuser ein zufriedenes Fazit.