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Verletzungsmisere der HF Untere Saar spitzt sich weiter zu

Verletzungsmisere der HF Untere Saar spitzt sich weiter zu

Merzig/Kassel. "Was haben wir nur verbrochen?", stöhnte Berthold Kreuser nach der 24:26(13:16)-Niederlage der Handballfreunde Untere Saar bei der SVH Kassel. Der Trainer des Regionalligisten war sichtlich frustriert

Merzig/Kassel. "Was haben wir nur verbrochen?", stöhnte Berthold Kreuser nach der 24:26(13:16)-Niederlage der Handballfreunde Untere Saar bei der SVH Kassel. Der Trainer des Regionalligisten war sichtlich frustriert. Da saß seine von Verletzungen gebeutelte Mannschaft fünf Stunden im Bus, kämpfte danach gegen den Tabellenfünften aufopferungsvoll bis zum Abpfiff und stand nach sechzig Minuten wieder ohne Punkte da.Schlimmer noch: Die prekäre personelle Situation könnte sich beim Tabellen-14. nach dem elften Spieltag weiter zugespitzt haben. Denn beim Stand von 17:17 (38. Minute) rutschte Torhüter Matthias Hoffeld auf einer Schweißlache aus und verdrehte sich das Knie. Die Nummer eins humpelte vom Feld. Erster Verdacht: Innenband-Anriss. Ein Ausfall des derzeit besten HF-Spielers käme nach den Zwangspausen von Andy Dörr (Bandscheibenvorfall) und Steffen Kellendonk (Bruch des Mittelfußes) einer Katastrophe gleich. Und zudem hatte sich Kreisläufer Peter Laux vor dem Spiel bei einem Autounfall ein Schleudertrauma zugezogen und sagte am Telefon ab.Somit standen dem Merziger Teamchef in Kassel nur noch acht Feldspieler zur Verfügung. Improvisations-Talent war gefragt. "Ich musste auf mehreren Positionen umstellen. Das hat aber gut geklappt", sagte Kreuser. Nach einen gelungenen Start (4:4, 5:5) lagen die Handballfreunde in der 15. Minute plötzlich mit 5:10 hinten. Kassels Ex-Bundesliga-Spieler Matthias Achenbroich warf drei Tore in Folge. Kreuser reagierte mit Manndeckung. Thomas Kochann erledigte diese Aufgabe mit Bravour. Aschenbroich gelang kein Tor mehr. Ralf Kreibig besorgte später sogar die 18:17-Führung. Doch mit zunehmender Spieldauer schwanden im dünnen Wölfe-Kader die Kräfte. Die Gäste gerieten mit 20:23 (53.) in Rückstand, kämpften und hatten zwanzig Sekunden vor Schluss (24:25) noch einmal die Ausgleichschance, nutzte sie aber nicht. Im Gegenzug markierte Kassel dann das 26:24. ros