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Vitaminschübe auch an Zweibrücker Schulen

Vitaminschübe auch an Zweibrücker Schulen

Zweibrücken. Donnerstag ist Obsttag an den acht Zweibrücker Grundschulen. Fast 1300 Kinder bekamen auch gestern wieder frisches Obst. Wie in der Klasse 2a der Hilgardschule in Niederauerbach. "Das schmeckt richtig gut", sagte die siebenjährige Katharina und biss mit strahlenden Augen in die Birnenhälfte. Sie esse auch zu Hause täglich Obst

Zweibrücken. Donnerstag ist Obsttag an den acht Zweibrücker Grundschulen. Fast 1300 Kinder bekamen auch gestern wieder frisches Obst. Wie in der Klasse 2a der Hilgardschule in Niederauerbach."Das schmeckt richtig gut", sagte die siebenjährige Katharina und biss mit strahlenden Augen in die Birnenhälfte. Sie esse auch zu Hause täglich Obst. "In der Schule schmeckt es genau so gut."

Die Birne mundete auch dem achtjährigen Joshua. Doch die Frage, ob er auch die halbe Karotte isst, blieb zunächst offen. "Das muss ich noch überlegen." Nach den Äpfeln und Mandarinen am ersten Obsttag gab es gestern Birnen und Karotten. "Das ist alles frisch und für die Klasse portioniert", erklärte die Lehrerin Silke Kuppens. Sie teilte die zehn Birnen und die zehn Karotten. So bekam jedes Kind eine halbe Birne und eine halbe Karotte.

Nach der Information über das Schulobst-Programm durch die Landesregierung habe sich die Hilgardschule gleich beworben, sagte Schulleiter Christian Weppler. "Das ist eine super Sache." Gesundes Essen passe in das Programm der Schule am Ackerweg, die ab dem kommenden Schuljahr eine Ganztagsschule wird. "Zu unserem Schwerpunkt Gesundheitserziehung gehört die gesunde Ernährung und Bewegung." Rund 150 Schüler werden in sieben Klassen unterrichtet. Der Schulleiter erklärte, dass das gesunde Essen im Sachunterricht behandelt wird.

Auch in der Albert-Schweitzer-Schule in Ernstweiler, in der Breitwiesenschule und in der Thomas-Mann-Schule in Ixheim, in der Sechsmorgenschule in Niederauerbach, der Pestalozzischule in der Stadtmitte sowie den Grundschulen in Mittelbach und Rimschweiler "kommt das Angebot gut an", sagte die Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, Elvira Henrich. "Das ist ein Beitrag zur Gesundheitserziehung."

"Die Kinder haben sich schon richtig auf das Obst gefreut", berichtete die Konrektorin der Thomas-Mann-Schule, Gertrud Rothaar. Die problemlose Verteilung betonte Markus Heintz, Lehrer an der Grundschule Rimschweiler. Als "sehr positiv" bewertete der Leiter der Breitwiesenschule, Michael Schmidt, das kostenlose EU-Schulobstprogramm, an dem sich Rheinland-Pfalz beteiligt.

Stichwort

Das Schulobst-Programm der EU soll Schüler für eine gesunde Ernährung begeistern. Das Programm startet zu Beginn des Schuljahres 2010/2011. Die jährlichen Kosten von 2,4 Millionen Euro tragen die EU und das Land je zur Hälfte. An einem Vorabprogramm beteiligen sich sechs Landkreise und fünf kreisfreie Städte in der Pfalz. Mit dabei sind der Landkreis Südwestpfalz und die Stadt Zweibrücken. Das Vorabprogramm kostet das Land rund 180 000 Euro. Etwa 35 000 Kinder erhalten seit März kostenlos frisches Obst. sf