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Gut 5100 Anfragen beim Verbraucherbüro

Gut 5100 Anfragen beim Verbraucherbüro

Der Verbraucherzentrale geht die Arbeit nicht aus. Im vergangenen Jahr hatte es das Büro in Pirmasens wieder mit zahlreichen alten und neuen Maschen zu tun, mit denen den Verbrauchern das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Die auch für Zweibrücken zuständige Verbraucherzentrale am Exe in Pirmasens ist auch im vergangenen Jahr den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite gestanden: Insgesamt gut 5100 Anfragen gab es bei den fünf Mitarbeitern, berichtete Leiterin Brigitte Fromme bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Nepper und Bauernfänger versuchten wieder, mit allerlei üblen Tricks Menschen hinters Licht zu führen und dabei schnelles Geld zu machen. Das Spektrum reicht von unlauteren Geschäftsmethoden wie fingierten Inkassomahnungen über Internetabzocke bis zu untergeschobenen Verträgen. Mit gefälschten E-Mails beispielsweise der Telekom versuchen windige Leute, Trojaner auf Privatcomputern abzusetzen, die zum Beispiel vertrauliche Daten wie Bankverbindungen ausspionieren. Querverweise und die Anhänge solcher E-Mails sollten daher auf keinen Fall angeklickt werden. "Am besten sofort löschen", rät Brigitte Fromme. Wiederholt mussten die Verbraucherschützer im vergangenen Jahr vor betrügerischen E-Mails und auch neuen Maschen warnen.

Für Finanzthemen ist Jutta Kettenring zuständig. Sie berichtete, dass immer wieder Bürger vorsprechen, weil Bausparkassen derzeit alte Verträge mit guten Zinskonditionen kündigen. Eine pauschale Antwort gebe es hier nicht. "Das hängt vom Einzelfall ab, ob ein Kündigungsrecht besteht". Die höchstrichterlichen Urteile, dass Banken keine Bearbeitungsgebühr für Kreditverträge kassieren dürfen, hat eine Nachfragewelle bei den Verbraucherzentralen ausgelöst. Das Musterschreiben dazu sei über 14 000 Mal angeklickt worden. Trotz der Verjährungsfrist seien noch immer Vorgänge anhängig, weil Banken trotz mehrfacher Aufforderung die zugesagten Versprechen bis heute nicht eingelöst hätten. Um zu ihrem Geld zu kommen, müssten die Betroffenen vermutlich vor Gericht klagen, berichtete Kettenring.

Gut 700 Menschen hat die Verbraucherzentrale außerdem bei Vorträgen erreicht. Höhepunkt im vergangenen Jahr war das 40-jährige Jubiläum, das mit einer Vortragswoche und einer Festveranstaltung im Carolinensaal gefeiert wurde. Ab September sind mehrere Vorträge des Verbraucherbüros geplant.