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Goetheplatz in Zweibrücken wird umgestaltet

Arbeiten kosten Zweibrücken 25 000 Euro : Goetheplatz-Pergola aus Sicherheitsgründen abgerissen

Stadtrat hatte im Mai zugestimmt. Dirk Schneider (SPD) fordert Oberbürgermeister Wosnitza auf, Holzkonstruktionen in der Stadt „schleunigst“ besser zu pflegen.

Der am Montag begonnene Abriss der Pergola am Zweibrücker Goetheplatz kommt deutlich schneller voran als geplant: Hatte die Stadtverwaltung in ihrer Ankündigung noch mit Arbeiten bis Ende August gerechnet, hielt Stadtsprecher Heinz Braun gestern nun einen Abschluss noch diese Woche für möglich. Braun sagte auf Merkur-Nachfrage, die Einschätzung, dass die Statik gefährdet war, habe sich bestätigt: „Den Arbeitern sind teils Staubwolken entgegengekommen, weil einige Holzteile nur noch aus Mehl bestanden haben.“

SPD-Ratsmitglied Dirks Schneider kritisiert in einer Presseerklärung, der zuletzt marode Zustand sei die Folge mangelnder Unterhaltungsarbeiten, schon beim Bootssteg und der Brücke am Bubenhauser Kreisel habe es solche Probleme mit Holzkonstruktionen gegeben. Dies müsse der neue Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) „schleunigst ändern“.

Schneider bemängelt auch: „Es gibt bis heute keine Zustimmung zu der aktuellen Ausschreibung mit dem Abriss der Pergola. Die 25 000 Euro hat Marold wahrscheinlich unterschrieben ... und die Stadträte werden im Nachhinein informiert. So werden die Stadträte an der Nase herumgeführt.“ Tatsächlich hat der Stadtrat am 22. Mai nach kurzer, intensiver Diskussion dem Abriss zugestimmt (wir berichteten). Eine Zustimmung des Rates sei nicht erforderlich, weil der Oberbürgermeister Aufträge bis 50 000 Euro selbst vergeben dürfe – davon habe Wosnitza Gebrauch gemacht, weil der Grundsatzbeschluss des Stadtrats für den Abriss ja vorlag, erklärt Braun.

Wie der Goetheplatz neu gestaltet wird, prüfe die Stadt noch, so Braun. Der Spielplatz werde nach dem Pergola-Abriss sicherheitshalber durch einen Zaun von der Straße getrennt.