Startschuss für die Erweiterung

Mit dem obligatorischen Spatenstich ist gestern Vormittag ein weiterer Schritt zum Endausbau der IGS (Integrierten Gesamtschule) Contwig vollzogen worden. Nachdem erst vor wenigen Tagen die Sportanlage der Einrichtung in Betrieb genommen wurde (wir berichteten), soll nun am kommenden Montag mit dem Neubau begonnen werden. Das erklärte Bauleiter Martin Kerbeck auf Merkur-Nachfrage.

Der südwestpfälzische Landrat Hans Jörg Duppré (CDU ) sprach von einem "nicht unerheblichen Kostenfaktor" in Höhe von rund 17,5 Millionen Euro, die in den Endausbau investiert würden. Darin seien die Ausgaben für die Container enthalten, die auch während der gut zweijährigen Bauzeit für den reibungslosen Schulbetrieb sorgen würden. Duppré sieht die Kosten als wichtigen Baustein für die Zukunft der Kinder in der Region. Der Schulstandort in Contwig sei stetig gewachsen. Begonnen als Hauptschule, dann zur Regionalen Schule erweitert und nun als IGS, sorge sie für ein umfassendes Bildungsangebot, das den Kindern weit über das Zweibrücker Land hinaus zugutekomme. Das ist auch die Auffassung von Schulleiter Thomas Höchst, der die IGS ebenfalls als wichtigen Standortfaktor bezeichnet. "Wir haben sehr beengte Jahre vor und hinter uns, aber ein Ziel vor den Augen", so Höchst, der berichtet, dass im kommenden Schuljahr 800 Schüler die IGS in Contwig besuchen würden - 550 von ihren sogar ganztägig.

Architekt Hubertus Sander stellte die Pläne vor. So werde ein dreigeschössiger 78 mal 19 Meter großer Bau errichtet. Er verwies auf die "schwierige topografische Lage", die gemeistert werde. So soll es am Hang Sitzmöglichkeiten geben, die Unterricht im Freien ermöglichen. Vorgesehen seien 24 Unterrichtsräume, sechs Zimmer für Lehrer, ein 172 Plätze fassender Speisesaal, ein Musikraum und eine Bibliothek. In einem bestehenden Bauteil würden naturwissenschaftliche Räume eingerichtet. Dazu komme die Neuordnung der Parkplätze und der Busanfahrt.