Rückkehr auf die Judomatte

547 Athleten aus 75 Nationen gehen am Wochenende beim IJF Grand Prix in Düsseldorf an den Start. Darunter ist auch Jasmin Külbs, die nach mehrmonatiger Zwangspause ihr Comeback im Wettkampfzirkus feiert.

Jasmin Külbs verspürt keinen Druck. Allenfalls einen Tick Nervosität, positive Anspannung. Endlich geht es wieder los. Nach fast sechsmonatiger Verletzungspause gibt die 23-jährige Judoka vom 1. JC Zweibrücken am Sonntag beim IJF Grand Prix in Düsseldorf ihr Comeback auf der Wettkampfbühne. Külbs misst sich erstmals nach ihrer Schulter-Operation im September wieder mit der internationalen Konkurrenz.

"Ich will in Düsseldorf einfach wieder in den Wettkampfalltag reinkommen. Eine bestimmte Platzierung oder gar eine Medaille habe ich nicht im Blick", erklärt Külbs. Seit Anfang des Jahres trainiert die gebürtige Speyerin wieder, auch wenn es hin und wieder noch in der Schulter zwickt. Die Operation selbst sei "super verlaufen". "Sonst würde ich hier gar nicht erst an den Start gehen", sagt Külbs. Auch das Trainingslager mit dem Deutschen Judobund im Januar in Brasilien habe sie gut überstanden.

"Jetzt wird es Zeit, dass sie wieder Wettkampfpraxis sammelt", erklärt ihr Heimtrainer Stephan Hahn. 25 Konkurrentinnen, darunter mit Franziska Konitz, Carolin Weiss und Kristin Büssow drei weitere Deutsche, gehen am Sonntagmorgen ab 9.30 Uhr in der Gewichtsklasse +78 Kilogramm an den Start. Jasmin Külbs wird erst in der zweiten Runde in den Wettbewerb eingreifen. Nach ihrem Freilos muss die Zweibrücker Judokämpferin dann entweder gegen die Chinesin Rui Wang aus China oder Tessie Svelkouls aus den Niederlanden antreten.

Nach dem Wettkampf geht es für Jasmin Külbs zunächst wieder ins Trainingslager nach Tschechien, ehe Ende März bereits der nächste Grand Prix in Georgien vor der Tür steht.