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Corona: Nanogate veröffentlicht für 2020 vorerst keine Prognose

Göttelborn : 2019 Enttäuschung für Nanogate

Der Göttelborner Oberflächenveredler schließt das vergangene Jahr erwartungsgemäß mit einem Minus ab.

Der Göttelborner Oberflächenveredler Nanogate hat 2019 einen Umsatz von mehr als 242 Millionen erwirtschaftet – 2018 lag der Konzernumsatz bei 239,2 Millionen. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen hervor. Angestrebt hatten die Göttelborner 245 bis 250 Millionen Euro. Dass diese bereits angepasste Prognose knapp verfehlt wurde, sei vor allem auf eine erneut schwächere Nachfrage der Kunden im Bereich „Mobility“ zurückzuführen, heißt es in einer Mitteilung. Das operative Ergebnis (Ebitda) beläuft sich Nanogate zufolge auf mehr als acht Millionen Euro und liegt am unteren Ende der im November 2019 gesenkten Prognose von acht bis elf Millionen Euro. Unterm Strich steht für den Konzern ein Verlust von 14 Millionen Euro. Ein Minus im „niedrigen zweistelligen Millionenbereich“ hatte Nanogate ebenfalls im November angekündigt. „Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte liegen wir beim Jahresergebnis im Bereich unserer Erwartungen“, sagt Finanzvorstand Götz Gollan. „Gleichwohl verlief das Gesamtjahr 2019 sehr enttäuschend.“ Für 2020 wird Nanogate vorerst keine Prognose veröffentlichen. Aktuell seien die Folgen der Corona-Pandemie für den Konzern noch nicht abschätzbar.

Nanogate konnte beim Umsatz in den vergangenen Jahren stets ein deutliches Wachstum verbuchen. Der Konzern fertigt an mehreren Standorten in Deutschland sowie in den USA, den Niederlanden und der Slowakei. Im Saarland arbeiten rund 140 Menschen für Nanogate.

Ende Januar hatte der Konzern bekanntgegeben, einen Auftrag mit einem Umsatzvolumen von mehr als 100 Millionen Euro an Land gezogen zu haben. Dabei geht es um Komponenten für die Front von Elektroautos „eines deutschen Premiumherstellers“. Der Start der Serienproduktion ist für das Jahr 2022 geplant.