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Nanogate will im Saarland neue Jobs schaffen

Göttelborner Unternehmen : Nanogate will im Saarland neue Jobs schaffen

Der Oberflächenveredler Nanogate hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr massiv gesteigert. Bis 2025 will das Göttelborner Unternehmen die Erlöse mehr als verdoppeln. Von den Plänen soll auch das Saarland profitieren.

Nanogate hat sich viel vorgenommen. Der saarländische Spezialist für Nano-Oberflächen will seinen Umsatz bis 2025 auf eine halbe Milliarde Euro steigern und damit mehr als verdoppeln. Dafür braucht es ein hohes Wachstumstempo, und bisher legen die Erlöse auch kräftig zu. Im vergangenen Jahr hat das Göttelborner Unternehmen 239 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das waren rund 28 Prozent mehr als 2017, wie Nanogate mitteilt. „2018 haben wir die Marktposition und das Absatzpotenzial von Nanogate gestärkt“, sagt Vorstandschef Ralf Zastrau.

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, will er das Unternehmen „komplett neu aufstellen“. Das Unternehmen hat damit bereits begonnen. Nanogate Excellence International heißt das Zukunftsprogramm. Profitieren werden davon auch die saarländischen Standorte. Zastrau rechnet damit, dass bis 2021/22 zwischen 50 und 100 Arbeitsplätze im Saarland zusätzlich entstehen. Der Aufbau an Stellen habe schon begonnen, sagt Zastrau. Zurzeit habe Nanogate im Saarland rund 130 Mitarbeiter, vor einigen Monaten seien es noch gut 100 gewesen. Insgesamt hatte der Konzern, der außer in Deutschland auch in den USA, den Niederlanden und der Slowakei fertigt, Ende vergangenen Jahres über 1750 Beschäftigte – rund 550 mehr als ein Jahr zuvor.

Ralf Zastrau, Vorstandsvorsitzender von Nanogate. Foto: Nanogate

Im Zuge des Zukunftsprogramms wird die Zentrale in Göttelborn „weiter ausgebaut werden“, kündigt Zastrau an. Zum Beispiel sollen die Tochterstandorte den Vertrieb ihrer Produkte nicht mehr selbst machen, vielmehr wird er nach Branchen organisiert und von Göttelborn aus gesteuert. Auch soll es eine spezielle Betreuung für Großkunden geben. Hinzu kommen weitere Investitionen in Technologien und Standorte, darunter auch in das Werk Neunkirchen. Dort werde die Veredelung von Edelstahl-Komponenten ausgebaut, sagt der Vorstandschef.

Der Umbau des Konzerns kostet allerdings. Genauso wie das Unternehmen erst mal Geld in die Hand nehmen muss, um die gewonnenen Großaufträge abarbeiten zu können. 2019 sieht Nanogate daher als ein Übergangsjahr an. Das schlägt sich in der Ertragslage nieder. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg 2018 noch um rund zwölf Prozent auf 24,2 Millionen Euro. In diesem Jahr soll nur das Niveau gehalten werden. Unter dem Strich blieben voriges Jahr 1,4 Millionen Euro. Das war nur halb so viel wie 2017. Und für dieses Jahr rechnet das Unternehmen sogar mit Verlusten „im niedrigen einstelligen Millionenbereich“, wie es in der Mitteilung zur Jahresbilanz heißt. Im kommenden Jahr soll der Umsatz dann auf mehr als 250 Millionen Euro klettern und unterm Strich wieder ein positives Konzernergebnis stehen.