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Nanogate erhält Auftrag mit Umsatzvolumen über 100 Millionen Euro

Kostenpflichtiger Inhalt: Gute Nachrichten aus Göttelborn : Millionenauftrag für Nanogate

Der Göttelborner Oberflächenveredler wird ab 2022 Teile für die Front von Elektroautos fertigen. Das Umsatzvolumen soll sich auf mehr als 100 Millionen Euro belaufen.

Der Oberflächenveredler Nanogate SE mit Sitz im Quierschieder Ortsteil Göttelborn hat nach eigenen Angaben einen Auftrag mit einem Umsatzvolumen von mehr als 100 Millionen Euro an Land gezogen. Nanogate spricht von einem „der bedeutendsten Aufträge“ in der Firmengeschichte. Konkret gehe es um Komponenten für die Front von Elektroautos „eines deutschen Premiumherstellers“. Das neuartige Bauteil solle den herkömmlichen Kühlergrill ersetzen, so Nanogate.

Die Komponenten werden nicht im Saarland, sondern an den nordrhein-westfälischen Standorten in Bad Salzuflen und Lüdenscheid gefertigt. „Die zugrunde liegende Technologie wird allerdings im Saarland entwickelt“, erklärte ein Sprecher auf SZ-Anfrage. Ob dazu in Göttelborn neue Arbeitsplätze geschaffen würden, stehe derzeit noch nicht fest. Der Start der Serienproduktion sei für das Jahr 2022 geplant. „An den noch nötigen Anpassungsinvestitionen beteiligt sich der Kunde in erheblichem Maße“, so der Konzern.

Konzernchef Ralf Zastrau rechnet damit, dass der Auftrag für Nanogate „weitere Marktchancen eröffnen“ werde. „Überdies erwarten wir, dass zukünftig auch eine erweiterte elektronische Funktionalität in das neue Front-Panel integriert wird.“ Auch dafür besitze Nanogate die nötigen Kompetenzen, sagte Zastrau.

Ralf Zastrau, CEO von Nanogate. Foto: Nanogate

Nanogate konnte beim Umsatz in den vergangenen Jahren stets ein deutliches Wachstum verbuchen. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnete der Konzern im November zwar mit einem Anstieg des Umsatzes auf 245 bis 250 Millionen Euro, allerdings unterm Strich auch mit einem Verlust im „niedrigen zweistelligen Millionenbereich“. Der Konzern hatte daher 2019 die Dividende für Anleger gestrichen. Nanogate fertigt an mehreren Standorten in Deutschland sowie in den USA, den Niederlanden und der Slowakei. Im Saarland arbeiten rund 140 Menschen für den Konzern.