Kulturelle Bildung hat ihren Eigenwert

Kulturelle Bildung hat ihren Eigenwert

Ihr Schreiben Kulturelle Bildung hat ihren Eigenwert Zum Leserbrief „Brotlose Fächer sind auch entbehrlich“ von Hans Walter Esch (Ausgabe vom 26. Juni) Die geplanten Kürzungen im Bereich der Geisteswissenschaften zeigen ebenso wie das Nachdenken über „entbehrliche brotlose Fächer“ eine beunruhigende Entwicklung unserer Gesellschaft auf: Eine umfassende kulturelle Bildung scheint ganz im Sinne der „wirtschaftlichen Logik“ nichts mehr wert zu sein.

Dabei muss der allgemeine gesellschaftliche Wert dieser Disziplinen herausgestellt werden: Literatur, Kunst und Musik etwa bieten die Chance, gesellschaftliche Prozesse zu reflektieren. Wie hätten wir uns ohne die Geisteswissenschaften zu unserer Demokratie entwickeln sollen? Humanistische Bildung mit materiellen Interessen aufzuwiegen, wird ihrem Wert nicht gerecht. Und so werden auch die Vertreter der geisteswissenschaftlichen Fächer nicht tatenlos zusehen, wie die Universität zerstückelt und rein ökonomischem Denken unterstellt wird.

Mirjam Umla, Saarbrücken

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