Margot schmettert wieder

Gott sei Dank, Margot Käßmann, die Jeanne d'Arc der Protestanten, ist angriffslustig wie ehedem. Mit ihrem nur allzu richtigen Satz „Nichts ist gut in Afghanistan“ hatte sie 2009/2010 die CDU/FDP-Bundesregierung nebst SPD auf die Palme gebracht, dann war sie nach einer Trunkenheitsfahrt im Auto sofort zurückgetreten.

Jetzt beweist sie ihre neue blendende Form, indem sie die Kinder zum Singen auffordert. Jugendliche hätten bereits verkümmerte Stimmbänder, Singen stärke das Immunsystem und müsse auf Krankenschein verordnet werden. Denn das Ärgste drohe im Alter. Selbst Menschen mit Demenz könnten heute noch Lieder ihrer Kindheit intonieren. Was soll werden, wenn Kinder nicht mehr singen? Das einzige, was in 70 Jahren noch aus den Altenheime schallen würde, wäre ein langgezogenes "Doitschlaaand, Doitschlaaand". Daher lautet das Gebot: Liebe Teenies, schmettert mit Margot frohe Lieder, auf dass es im Alter nicht öde wird.

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