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Zum gegenwärtigen Zustand der CSU schreibt die "Rheinische Post" aus Düsseldorf: Zwar wäre ein abschließendes Urteil über das blässliche Duo Beckstein/Huber, schon gar die mögliche Fehlentwicklung der seit Jahrzehnten dominierenden bayerischen Staats-Part

Zum gegenwärtigen Zustand der CSU schreibt die "Rheinische Post" aus Düsseldorf: Zwar wäre ein abschließendes Urteil über das blässliche Duo Beckstein/Huber, schon gar die mögliche Fehlentwicklung der seit Jahrzehnten dominierenden bayerischen Staats-Part

Zum gegenwärtigen Zustand der CSU schreibt die "Rheinische Post" aus Düsseldorf: Zwar wäre ein abschließendes Urteil über das blässliche Duo Beckstein/Huber, schon gar die mögliche Fehlentwicklung der seit Jahrzehnten dominierenden bayerischen Staats-Partei fahrlässig verfrüht

Zum gegenwärtigen Zustand der CSU schreibt die "Rheinische Post" aus Düsseldorf: Zwar wäre ein abschließendes Urteil über das blässliche Duo Beckstein/Huber, schon gar die mögliche Fehlentwicklung der seit Jahrzehnten dominierenden bayerischen Staats-Partei fahrlässig verfrüht. Aber der Eindruck macht sich breit, dass die beim Stoiber-Sturz im Januar 2007 ausgeheckte Tandem-Fahrerei zweier Jungsenioren jenseits der 60 bestenfalls eine Übergangslösung ist, schlimmstenfalls zu einem 45-plus-x-Wahlergebnis bei der Landtagswahl im September führen könnte. Was für die Beck-SPD ein Wunder bedeutete, für die Merkel-CDU einer Sensation gleichkäme, das wäre für die CSU ein Desaster. Die "Bild"-Zeitung meint dazu: Die CSU ist ohne Stoiber nicht mehr das, was sie mit Stoiber war.(...) Wer aber zu Hause schwächelt, der kann in Berlin nicht so krachledern auftreten wie einst. Das stärkt die CDU und Kanzlerin Merkel - aber nur scheinbar. Denn die große Schwester CDU ist ohne eine starke CSU nur halb so mächtig. Mit dem Wirken der CSU-Spitze in der Krise um die bayerische Landesbank befasst sich die "Financial Times Deutschland": Der Dilettantismus, mit dem die CSU-Oberen ihre Verantwortung bei der Bayern-LB wahrnehmen, übertrifft alle politischen Possen, die es um deutsche Landesbanken zuletzt gab. Beckstein schwadroniert darüber, dass sich die angekündigten Belastungen aus der Finanzkrise auf vier Milliarden Euro verdoppeln könnten. Egal, ob er sich verplaudert hat oder ob er seinem Finanzminister Huber im Ringen um politische Dominanz einen Schlag versetzen wollte: Die Landesbank erleidet einen weiteren, besonders überflüssigen Schaden. (...) Denn halbgare Aussagen über den Zustand des Instituts werden jene abschrecken, die der Bank Geld leihen könnten. Und die Weidener Zeitung "Der neue Tag" gibt zu bedenken: In den vergangenen Tagen wurde viel über Bande gespielt. (...) Offenbar will man so die Öffentlichkeit auf noch schlechtere Zahlen vorbereiten. Aus der Verantwortung kommt die Staatsregierung aber nicht. Denn die bisherige Geschäftsstrategie der Bayern-LB kann ohne Zweifel nicht weiter verfolgt werden. Deren Verlustrisiko verträgt sich nicht mit den öffentlichen Aufgaben der Landesbank.