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Neues aus der US-Forschung - die Glosse zum Babyhai

Von Kühnert bis Kindchenschema : Vorsicht, Babyhaie!

Seit dem Horrorfilm mit dem Weißen Hai ist viel Zeit vergangen. Denn heute wird selbst der Hai mit der rosafarbenen Niedlichkeitsbrille des modernen Menschen gesehen. Und gilt, zumindest in jungen Jahren, als „Babyhai“.

Umso schockierender daher die Erkenntnisse einer amerikanischen Forschergruppe: Die possierlichen Babyhaie fressen gern Singvögel, die erschöpft ins Meer fallen. Ist es dann auch noch niedlich, wenn ein Babyhai einen Babyvogel frisst? Darüber machen die US-Forscher keine Aussage, nicht einmal eine klitzekleine Babyaussage.

Dennoch kann das Kindchenschema sprachlich auch auf andere Lebewesen angewendet werden, möglicherweise sogar auf die etwas sperrige Spezies der Politiker. So sollte Kevin Kühnert vielleicht nicht bloß lapidar als Juso-Chef, sondern angesichts seiner Enteignungsforderung als „Babysozialist“ bezeichnet werden. Das macht ihn gleich viel niedlicher und weckt vielleicht Beschützerinstinkte. Und wer ein bisschen Pech hat, ist ein Babypechvogel, sollte aber darauf achten, dass er nicht erschöpft im Häusermeer landet. Stichwort: Baby(miet)haie.