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So breit gestreut „wie noch nie“

So breit gestreut „wie noch nie“

Morgen beginnt in Klagenfurt das Wettlesen um den 40. Ingeborg-Bachmann-Preis. Im ORF-Studio, aus dem 3sat wieder alle Lesungen, die Diskussionen der Jury und die Preisfindung am Sonntag live überträgt, bemühen sich 14 Autorinnen und Autoren um den mit 25 000 Euro dotierten Preis.

"Nächstes Jahr komm' ich", hatte Stefanie Sargnagel 2015 ins Gästebuch des Bachmann-Wettbewerbs geschrieben. Jetzt ist die 30-Jährige wirklich dabei - die einzige Österreicherin unter den 14 Autorinnen und Autoren beim diesjährigen Wettbewerb von morgen bis Sonntag.

Mit ihren witzigen, lakonischen Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und drastischen Sprüchen hat die 30-Jährige bei Facebook viele Freunde gefunden. Acht der 14 Autoren bei der 40. Ausgabe der "Tage der deutschsprachigen Literatur" kommen aus Deutschland. Von Donnerstag bis Samstag stellen sich Ada Dorian (Hannover), Isabelle Lehn (Bonn), Sascha Macht (Frankfurt/Oder), Bastian Schneider (Siegen), Jan Snela (München), Astrid Sozio (Hagen), Julia Wolf (Groß-Gerau) und die Deutsch-Französin Sylvie Schenk mit ihren Texten der Jury unter dem Vorsitz des Literaturkritikers Hubert Winkels.

Außerdem nehmen noch Autoren mit serbischen, israelischen, türkischen, britischen und Schweizer Wurzeln am Wettlesen um den Bachmann-Preis teil. Es sei ein "so breit gestreutes Teilnehmerfeld wie noch nie", sagte der Leiter der Literaturtage, Horst L. Ebner.

Eröffnet werden sie heute Abend vom früheren Jury-Vorsitzenden Burkhard Spinnen mit der "Klagenfurter Rede zur Literatur". Am Sonntag werden die Preisträger bekannt gegeben. Neben dem Ingeborg-Bachmann-Preis, der mit 25 000 Euro dotiert ist, werden der Kelag-Preis (10 000 Euro) und der 3sat-Preis (7500 Euro) vergeben. Die Zuhörer können via Internet den Publikumspreis in Höhe von 7000 Euro vergeben. 2015 hatte die in Neunkirchen geborene Lyrikerin Nora Gomringer den Wettbewerb gewonnen.

Informationen unter

www. bachmannpreis.orf.at