Startschuss für Top-Schau aus Saarbrücken in Metz

Startschuss für Top-Schau aus Saarbrücken in Metz

Strahlkraft soll sie haben, vor allem bis nach Paris: die binationale Ausstellung "Entre deux horizons/Zwischen zwei Horizonten". Die gleißende Sonne Max Pechsteins (1933) ist denn auch das passende Werbesymbol für eines der ehrgeizigsten großregionalen Projekte der vergangenen Jahrzehnte: Das Metzer Centre Pompidou und das Saarlandmuseum haben gemeinsam eine mitreißende Themenschau entwickelt. Anhand von 230 Werken aus der Saarbrücker Sammlung, die unzählige historische Briefe, Plakate, Filme und Fotografien aus der Bibliothèque Kandinsky in Paris ergänzen, wird die deutsch-französische Beziehungsgeschichte der Avantgarde-Bewegungen seit dem Impressionismus aufgearbeitet. Gestern Abend war Eröffnung. Bereits tagsüber reisten Saarbrücker Kuratoriumsmitglieder, Museumsdirektoren und Politiker zu ersten Rundgängen an, unter anderem auch Saar-Ministerpräsidenten Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Kultusminister Ulrich Commerçon (SPD). Aus Paris und Berlin fehlte jedoch die erste Polit-Garde, etwa Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault oder der deutsch-französische Kulturbevollmächtigte Olaf Scholz (SPD), obwohl es sich um eine Pionier-Unternehmung handelt.

Die ersten Reaktionen der saarländischen Besucher auf die kulturhistorisch wie ästhetisch reiche Schau spiegelten vor allem die Überraschung, welche neue Aussagekraft die bekannten Werke durch die Metzer Präsentation gewinnen. (Bericht folgt).