Bei EEW Saar geht die Angst um

Bei EEW Saar geht die Angst um

Bei den Saarbrücker Mitarbeitern des Entsorgungs-Unternehmens EEW Energy from Waste geht die Angst um. Sie befürchten für die EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH einen Kahlschlag.

Dort sind 72 Mitarbeiter beschäftigt. Der Standort werde "plattgemacht", heißt es bei den Beschäftigten. Etliche Mitarbeiter müssten in die Konzernzentrale nach Helmstedt wechseln.

Ein EEW-Sprecher und Mitglieder des Betriebsrats verweisen auf den 24. September. An dem Tag werde es an allen EEW-Standorten Betriebsversammlungen geben, auf denen die neue Struktur des Konzerns verkündet werde. Der Sprecher räumte ein, dass "die Marktlage angespannt ist". Wenn es zu Personal-Maßnahmen komme, "werden wir uns unserer sozialen Verantwortung nicht entziehen und zusammen mit der Mitarbeiter-Vertretung eine für alle tragfähige Lösung finden". Das Saarland sei nicht allein betroffen, so der Sprecher. Die ganze Gruppe sei auf den Prüfstand gestellt worden.

An der Saar betreibt EEW zwei Müllverwertungs-Anlagen. Zum einen das Abfallheizkraftwerk (AHKW) Neunkirchen. Der Entsorgungsverband Saar (EVS) versorgt das AHKW noch bis 2016 mit Abfällen. Bei der zweiten Anlage, der Abfallverwertungsanlage (AVA) Velsen, hat EEW Saarbrücken die technische Betriebsführung. Sie ist auch mit 49 Prozent an der AVA Velsen GmbH, der Eigentümerin der Anlage, beteiligt. Die Mehrheit von 51 Prozent hält der EVS. EEW Saarbrücken entstand aus der früheren Sotec. Der Konzern gehört zu 51 Prozent dem schwedischen Finanzinvestor EQT und zu 49 Prozent dem Energieriesen Eon.