"Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz"

"Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz"

Theley. Eigentlich hätte Torwart Andreas Reis an diesem Samstag um 12.45 Uhr in der zweiten Mannschaft des VfB Theley gegen den Spitzenreiter der Kreisliga A Schaumberg, die SG Neunkirchen-Selbach, im Kasten stehen sollen. Durch die Verletzung von Georg Amann (Kreuzband-Anriss) hütet der 27-Jährige jetzt aber ab 14

Theley. Eigentlich hätte Torwart Andreas Reis an diesem Samstag um 12.45 Uhr in der zweiten Mannschaft des VfB Theley gegen den Spitzenreiter der Kreisliga A Schaumberg, die SG Neunkirchen-Selbach, im Kasten stehen sollen. Durch die Verletzung von Georg Amann (Kreuzband-Anriss) hütet der 27-Jährige jetzt aber ab 14.30 Uhr zum sechsten Mal in Folge das Tor der ersten in der Verbandsliga gegen Tabellenführer Saar 05 Saarbrücken. "Wegen meiner Knieprobleme wollte ich eigentlich nur noch in der zweiten spielen. Das haben wir so abgesprochen. Für mich war es eine ganz schwere Entscheidung", erzählt Reis.Doch nach Amanns Ausfall stellte er sich zur Verfügung. Beim Einstand in Gresaubach kassierte Reis noch vier Treffer, im Pokal gegen Verbandsligist Auersmacher hielt er überragend, beim einzigen Gegentreffer war er machtlos. "In dem Spiel hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt, ab diesem Zeitpunkt ist sie enger zusammen gerückt und stabiler geworden", glaubt Reis.

Generell befinde sich der VfB nach dem Abstieg aus der Saarlandliga in einer Übergangssaison. "Trainer Christian Weiland hat junge Spieler eingebaut, die auch schon gut integriert sind. Die Mannschaft braucht noch etwas Zeit, um weiter zusammenwachsen zu können", sagt Reis, der hinzufügt, dass während der Entwicklungsphase auch das erfolgsverwöhnte VfB-Umfeld die notwendige Geduld aufbringen müsse.

In der Tabelle rangiert der VfB mit 19 Punkten auf Rang 13. "Wir wollen am Ende einen einstelligen Tabellenplatz erreichen", formuliert Reis die Zielsetzung für die Rückrunde. Zu dessen Start bekommt es der VfB sofort mit der Übermannschaft der Liga zu tun: Saar 05. 15 Siege, ein Unentschieden in 17 Spielen. "Saar 05 wird auch Meister", schätzt Reis. "Doch je länger gegen sie die Null steht, umso nervöser werden sie." Für ganz wichtig hält der Schlussmann, dass seine Vorderleute bei den weiten, gefährlichen Einwürfen des Gegners schnell die Zuordnung finden. "Und dann, bei eigenem Ballbesitz, müssen wir sofort schnelle Konter ansetzen", fordert Reis. Folgt man seinen Ausführungen, stellt man schnell fest, wie er es derzeit genießt, wieder im Geschehen der Verbandsliga mitmischen zu können. Aufgrund einer schweren Schulterverletzung vor gut einem Jahr beim 3:2-Sieg im Endspiel des Gemeindepokals gegen Hasborn, kam Reis in der Saarlandliga lediglich auf vier Einsätze. Schon zuvor hatte ihn das Verletzungspech in seiner Zeit beim Oberligisten 1. FC Saarbrücken II regelrecht verfolgt. Nach einem Jahr in der Verbandsliga bei Hertha Wiesbach, kehrte der Versicherungs-Kaufmann 2007 zu seinem Heimatverein zurück. "Für mich persönlich war das die beste Entscheidung", blickt Reis zurück. Denn mit dem VfB hat er noch einiges vor. "Die Mannschaft braucht noch etwas Zeit."

VfB-Torhüter Andreas Reis