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Fußball-Champions-League
Duell der Strategen in Hoffenheim

Rein modetechnisch kann Julian Nagelsmann sicher mit Manchesters Pep Guardiola mithalten.
Rein modetechnisch kann Julian Nagelsmann sicher mit Manchesters Pep Guardiola mithalten. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Sinsheim. TSG-Trainer Julian Nagelsmann will Pep Guardiolas Manchester City knacken. sid

Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim möchte an diesem Dienstag (18.55 Uhr/Sky) ausgerechnet gegen den englischen Meister Manchester City um Teammanager Pep Guardiola seinen Premierensieg in der Königsklasse feiern. Vor dem Champions-League-Duell in Sinsheim gilt es dabei, das „Rätsel“ Guardiola zu lösen. Das wird aber schwer, weiß TSG-Trainer Julian Nagelsmann.


„Es ist nicht einfach, die Dinge herauszufiltern, die man seiner Mannschaft mitgibt, weil er ganz verschiedene Dinge macht“, sagte Nagelsmann vor dem Strategenduell mit dem Ex-Bayern-Coach: „Ich weiß nicht, ob es von Vorteil ist, ihn gut zu kennen. Denn dann weiß man, dass er viele Dinge sehr gut oder sogar am besten macht.“ Trotz seiner Bedenken hat Hoffenheims Trainer „natürlich einen Plan im Kopf“, um gegen den englischen Meister die Sensation zu schaffen. Nach dem achtbaren 2:2 zum Auftakt bei Schachtjor Donezk, als die TSG lange geführt hatte, soll diesmal ein Sieg her – die verpatzte Generalprobe am Samstag in der Liga gegen Nagelsmanns künftigen Club RB Leipzig (1:2) hat der Coach längst abgehakt. „Wenn wir gewinnen sollten, wäre das sehr bedeutend für die Tabellensituation“, weiß der Trainer.

Tatsächlich liegen die Kraichgauer in der Gruppe F noch vor den Engländern, die eine überraschende Pleite (1:2) gegen Olympique Lyon kassiert hatten. „Manchester ist eine der wenigen Mannschaften, deren Kaderwert über die Milliarde hochgeht, da reichen die Millionen nicht mehr“, sagt Nagelsmann über den Spitzenreiter der Premier League um die deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan: „Das ist schon außergewöhnlich.“



Schwer wiegen allerdings die Ausfälle in der Abwehr. Kapitän Kevin Vogt, Kasim Adams, Benjamin Hübner, Harvard Nordtveit und Ermin Bicakcic fallen aus. Bei Manchester fehlt Mittelfeldstar Kevin De Bruyne.