Sorgen um Sellentin

Erst erzielte Sven Sellentin das wichtige 1:0 gegen den FK Pirmasens, dann wurde der 23-Jährige vom Regionalligisten SV Elversberg böse gefoult und musste vom Platz. Wie lange er ausfällt, ist noch unklar.

Erst eine Stunde nach dem 1:0-Sieg des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg am Samstag beim FK Pirmasens kam Mittelfeldspieler Sven Sellentin aus der Kabine. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte der 23-Jährige Richtung Mannschaftsbus, in dem seine Kollegen lange auf ihn gewartet hatten.

"Ich glaube, es ist etwas am Meniskus, die Bänder und Knochen haben wohl nichts abbekommen. Genaueres wissen wir erst am Montag nach der Untersuchung", sagte der in Landau geborene Sellentin. Nur wenige Kilometer von seiner Heimat entfernt wurde der Flügelflitzer am Samstag zum Matchwinner der SV Elversberg . In der 30. Minute lief Sellentin nach einem Pass von Julius Perstaller alleine auf das Tor des FKP zu und schob den Ball unter Torhüter Daniel Kläs hindurch zum 1:0-Siegtreffer ins Netz. "Ich war gerade gut in Form und habe mir einen Stammplatz erkämpft - und dann passiert mir so etwas", sagte der 23-Jährige, der sich auf der rechten Seite an den Star-Neuzugängen wie Milan Ivana und Perstaller vorbei in die Startelf gespielt hatte.

Vor 15 Monaten lief Sellentin noch für Oberligist SC Hauenstein auf, wechselte zur SVE und startete seine steile Entwicklung. "Ausgerechnet er", sagte SVE-Trainer Michael Wiesinger und schüttelte den Kopf, "Sven hat sich enorm gesteigert, und er wird uns fehlen. Aber warten wir mal die genaue Untersuchung ab, vielleicht ist es ja nicht so schlimm."

In der 74. Minute setzte sich Sellentin einmal mehr wegen seiner enormen Schnelligkeit auf der rechten Seite gegen Gegenspieler Yannick Osee durch, holte zur Flanke aus - und wurde dann von Osee rasiert. "Es hat etwas geknackt", sagte Sellentin. Ob er in den sieben Spielen bis zur Winterpause noch einmal eingesetzt werden kann, erscheint fraglich. Definitiv ein Spiel pausieren muss SVE-Kapitän Thomas Birk, der sich vor 791 Zuschauern die fünfte Gelbe Karte abholte.

Die SV Elversberg hatte im Stadion Husterhöhe über 90 Minuten die Spielkontrolle, schaffte es aber selten, sich klare Torchancen herauszuarbeiten. Innenverteidiger Leandro Grech köpfte in der 36. Minute nach einem Eckball auf das Tor, FKP-Spieler Adam Bouzid konnte den Ball auf der Linie klären. Ansonsten blieb es bei der relativ ungefährlichen Elversberger Überlegenheit.

In den Schlussminuten warf der FKP alles nach vorne, kam zu einigen langen Bällen und hatte auch in der Schlussminute noch einen Eckball, den die SVE allerdings klären konnte. "Das hätte heute noch gefehlt, dass wir am Ende noch einen Gegentreffer bekommen", sagte Wiesinger. Am kommenden Samstag empfängt der Spitzenreiter den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg um 14 Uhr an der Kaiserlinde. Ohne Birk - und wohl auch ohne Sellentin.

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