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Sextett auf dem Abstiegs-Prüfstand

Cottbus. Der Existenzkampf in der Fußball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Teil zwei der englischen Woche steht im Zeichen des Klassenverbleibs im Oberhaus. Vor Schlusslicht Karlsruher SC rangieren vier unmittelbar betroffene Vereine - und auch Eintracht Frankfurt (33 Punkte) ist noch nicht aus dem Schneider

Cottbus. Der Existenzkampf in der Fußball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Teil zwei der englischen Woche steht im Zeichen des Klassenverbleibs im Oberhaus. Vor Schlusslicht Karlsruher SC rangieren vier unmittelbar betroffene Vereine - und auch Eintracht Frankfurt (33 Punkte) ist noch nicht aus dem Schneider. Heute stehen sich im direkten Duell Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach (beide 27) gegenüber. Arminia Bielefeld (27) empfängt 1899 Hoffenheim, Frankfurt erwartet Werder Bremen, und der VfL Bochum (28) muss sich beim Hamburger SV beweisen.



Von einem "Endspiel" in der Lausitz will bei den Gladbachern keiner sprechen. "Ein Endspiel ist für mich, wenn man hinterher keine Chance mehr hat", erklärte Borussias Profi Karim Matmour. Denn nach der Partie der beiden gefährdeten Clubs sind noch sechs Punkte zu verteilen. "Wir haben immer gesagt, es geht bis zum letzten Spieltag", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Der fünfmalige deutsche Meister Mönchengladbach hat nach dem 1:0 gegen Schalke 04 am vergangenen Samstag und dem Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz einen kleinen psychologischen Vorteil, konnte aber sowohl in der Bundesliga als auch in der 2. Liga nie in Cottbus gewinnen.

"Meine Mannschaft hat schon einige schwierige Situationen gemeistert", sagte Trainer Michael Frontzeck vor der schweren Aufgabe des Tabellen-16. Bielefeld. Die sieben Spiele sieglose Arminia braucht gegen 1899 Hoffenheim einen Sieg, um sich von den direkten Abstiegsplätzen abzusetzen. Lichtblick: Bielefelds Stürmer Artur Wichniarek, der Rückenprobleme hatte, steht wieder zur Verfügung.

Dem VfL Bochum, der sich zehn Spiele lang von den gefährdeten Plätzen fern hielt, droht nach dem 0:2 am vergangenen Samstag bei Hertha BSC nun bei einer weiteren Pleite der Sturz auf einen Abstiegsrang. Beim Hamburger SV muss Bochum heute auf seinen besten Torjäger Stanislav Sestak (neun Tore) verzichten. Der Angreifer steht nach einer Leistenoperation in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung. Nichtsdestotrotz erklärte VfL-Trainer Marcel Koller: "Wir haben es selbst in der Hand."

Die seit drei Spielen sieglose Frankfurter Eintracht kann trotz der 33 Punkte bei einer Niederlage gegen Werder Bremen, für das es um nichts mehr geht, noch in den Abstiegssog geraten. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel sagte: "Egal, wer bei denen aufläuft - wir müssen schon aggressiver sein als zuletzt und wollen punkten." dpa