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DFB-Pokal der Frauen
Pokal-Bühne als „schöner Bonus“

Melanie Klein rechnet sich im DFB-Pokal keine allzu großen Chancen aus.
Melanie Klein rechnet sich im DFB-Pokal keine allzu großen Chancen aus. FOTO: Andreas Schlichter
Riegelsberg. 1. FC Riegelsberg trifft auf Zweitligist Wetzlar. FCS-Frauen in Andernach favorisiert. Von David Benedyczuk

Die Regionalliga-Fußballerinnen des 1. FC Riegelsberg sind die große Bühne DFB-Pokal schon gewohnt: 2016 spielten sie vor 2000 Besuchern gegen Bayern München. Trotz der 0:14-Pleite ein Erlebnis, dem ein Jahr später die Wiederholung im kleineren Rahmen folgte: Im Oktober 2017 gastierte mit dem SC Sand der DFB-Pokalfinalist der Jahre 2016 und 2017 in Riegelsberg. Bei kühler Witterung sahen 350 Zuschauer ein 0:13 gegen den Frauen-Bundesligisten.


Beide Male war es die zweite Runde, jetzt droht in Runde eins das Aus, denn an diesem Sonntag um 14 Uhr empfängt der Saarlandpokalsieger der vergangenen drei Jahre den Zweitligisten FSV Hessen Wetzlar auf dem Rasenplatz am Wäldchen. Für Riegelsbergs neue Spielertrainerin Melanie Klein ist es die Pflichtspielpremiere im Amt. „Nervös bin ich nicht, eher realistisch. Mit Wetzlar kommt ein absolut gestandener Zweitligist. Da müsste schon alles passen“, sagt die 36-Jährige. Es sei „ein schöner Bonus, weil wir viele junge Spielerinnen haben, die das als tolle Erfahrung verbuchen können. Das Augenmerk liegt aber auf der Regionalliga“, sagt Klein.

Sieben Neuzugänge stehen im Kader. Aus der B-Jugend des TuS Jägersfreude kamen Laurencia Nimako und Sophie Dittgen. Dazu mit der vereinslosen Ex-Saarbrückerin Michelle Vogt eine laut Klein „sehr talentierte Spielerin“ sowie ein Quartett von Regionalliga-Absteiger DJK Saarwellingen: Mandy Brusius, Sandra Metzger, Janise Trenz und Anne Reinhard. Letztere sieht Klein als „Granate“. Die 18-Jährige soll nach dem Abgang von Sophie Quatrana offensiv eine zentrale Rolle übernehmen. Quatrana, die den FCR mit dem Siegtor im Saarlandpokalfinale gegen Saarwellingen zum Titel-Hattrick und erneut in den DFB-Pokal schoss, versucht sich in ihrer Heimat beim französischen Erstliga-Neuling FC Metz. Auch Carina Enoch (zum SV Göttelborn), Kira Lackmann und Janina Wunn (beide treten kürzer) stehen nicht mehr bereit.



Sechs Tage nach dem Pokalspiel, am 18. August, startet Riegelsberg um 18 Uhr zuhause gegen Aufsteiger Wormatia Worms in die Regionalliga, in der mit dem 1. FC Saarbrücken II nur noch ein weiteres saarländisches Team vertreten ist. „Mit den drei Zweitliga-Absteigern schätze ich die Liga so stark ein wie noch nie“, sagt Klein: „Ziel ist es, frühestmöglich den Ligaverbleib zu sichern und nicht wieder bis zum letzten Spieltag zu zittern.“ Zuletzt war der FCR dem Abstieg als Zehnter und Achter knapp entgangen. Die Absteiger TSV Schott Mainz, SG Andernach und 1. FFC Niederkirchen sieht Klein als Favoriten, dahinter sei „von vier bis 14 alles offen“.

Mit seiner ersten Mannschaft ist auch der 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal vertreten. Er ist am Sonntag um 14 Uhr bei der SG Andernach klar favorisiert. Trainer Taifour Diane, der mit dem FCS zuletzt ins DFB-Pokal-Viertelfinale vorgestoßen war (dort 0:15 gegen den FC Bayern), sagt zum Gegner: „Andernach ist zum Großteil zusammengeblieben und hat uns letzte Saison das Leben zwei Mal schwer gemacht. Aber es ist unser Anspruch, zu gewinnen. Wir freuen uns, dass es losgeht.“ Für Neuzugang Chiara Loos gilt das nicht. Die neue Stürmerin von Schott Mainz erlitt einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und fehlt auch zum Ligastart am 19. August gegen den BV Cloppenburg.