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Frauenfußball: Statt des Meisters kommt der Pokalfinalist

Frauenfußball : Statt des Meisters kommt der Pokalfinalist

Der 1. FC Riegelsberg empfängt in der zweiten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten SC Sand.

An das Ergebnis mag sich Josef Galliano gar nicht mehr erinnern, an die Atmosphäre, das Drumherum und die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball dagegen sehr gerne. Vor einem Jahr war dem 1. FC Riegelsberg der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals gelungen, und der Regionalligist wurde mit einem Heimspiel gegen den deutschen Meister Bayern München belohnt. Die Partie vor 2000 Zuschauern endete 0:15. Und so hat Abteilungsleiter Galliano diesmal nur einen Wunsch: „Ganz so hoch muss es ja nicht ausgehen.“

Als Saarlandpokalsieger ist der 1. FC Riegelsberg wieder im DFB-Pokal vertreten, hat zum Auftakt am vergangenen Sonntag den SV Walbeck aus der Niederrhein-Liga mit 1:0 geschlagen – und jetzt wieder ein großes Los gezogen. Der Bundesligist SC Sand, zuletzt zwei Mal in Folge im Pokalfinale vertreten – kommt am Wochenende 7./8. Oktober ins Saarland. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Los. Für den Verein und die Zuschauer ist es einfach klasse, einen solchen Gegner zu haben. Und dann macht die Arbeit im Vorfeld auch richtig Spaß“, sagt Galliano: „Und sportlich werden wir das Beste daraus machen.“ Mit der neuen Trainerin Sabine Stürmer liege der Fokus ohnehin auf der Regionalliga und dem schnellstmöglichen Sichern des Ligaverbleibs.

Zufrieden mit dem Händchen von Ex-Nationalspielerin Annika Krahn, die als Losfee fungierte, ist auch Sascha Glass, der Trainer des SC Sand. „Ich kann den Gegner noch nicht einschätzen, aber es ist sportlich sicher eine lösbare Aufgabe. Wir wollen auf jeden Fall eine Runde weiterkommen, das ist klar.“

Eine Runde weiterkommen will auch der 1. FC Saarbrücken, der mit dem 4:0-Erfolg beim Zweitliga-Konkurrenten FSV Hessen Wetzlar furios in die Saison gestartet ist. Wetzlar ist am Samstag auch der erste Gegner in der 2. Liga Süd. Im Pokal trifft der FCS auf den Bundesliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach – sicherlich nicht unmöglich. Aus saarländischer Sicht ebenfalls interessant ist das Duell des Zweitligisten 1. FFC Niederkirchen mit Torfrau Nadine Winckler aus Heusweiler mit dem Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim, bei dem seit dieser Saison Lena Lattwein unter Vertrag steht. Sie war Anfang 2017 von den Jungs der JFG Untere Ill zum FCS gewechselt und von dort im Sommer in den Kraichgau gegangen.