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Olympia steht über allem

Olympia steht über allem

Mönchengladbach. EM-Titel vor Augen, Olympia-Ticket im Visier: Zwei Tage vor Beginn der Heim-EM hat DHB-Chef Stephan Abel erneut die große Bedeutung des Saison-Höhepunkts in Mönchengladbach für das deutsche Hockey herausgestrichen

Mönchengladbach. EM-Titel vor Augen, Olympia-Ticket im Visier: Zwei Tage vor Beginn der Heim-EM hat DHB-Chef Stephan Abel erneut die große Bedeutung des Saison-Höhepunkts in Mönchengladbach für das deutsche Hockey herausgestrichen. Denn ein Jahr vor den Olympischen Spielen steht neben den EM-Trophäen für die "Medaillenbank" auch die Direkt-Qualifikation für London 2012 auf dem Spiel. "Über den möglichen Titelgewinnen steht die Olympia-Teilnahme. Sie ist überlebenswichtig für den Hockey-Sport in Deutschland", erklärte der Präsident des Deutschen Hockey-Bundes (DHB)."Wir werden über den Erfolg definiert", sagte Abel und dachte dabei an die Optimalförderung durch den Bund ebenso wie an die Unterstützung durch Top-Sponsoren. Darauf ist der finanziell nicht auf Rosen gebettete Verband, der bei einem werbewirksamen Ereignis wie Olympia beinahe traditionsgemäß die erfolgreichste deutsche Mannschaftsballsportart vertritt, auch in Zukunft angewiesen. "Das Wichtigste ist, dass wir uns für London qualifizieren. Das steht über allem", betonte auch Herren-Bundestrainer Markus Weise.

Sein Team dürfte es etwas leichter haben, denn bei den Herren werden drei Tickets nach London vergeben, bei den Damen lediglich zwei. Da Olympia-Gastgeber England als Fixstarter feststeht, würde den Herren die Halbfinal-Teilnahme reichen, sofern der EM-Sieger von 2009 von der Insel ebenfalls wie erwartet unter die letzten Vier gelangt.

Anders sieht die Rechnung bei Michael Behrmanns Damen aus: Erreichen die Engländerinnen das EM-Finale, langt Rang drei. Sonst müssten Fanny Rinne und Co. selbst im Endspiel stehen - als Alternative droht der Umweg über ein Ausscheidungsturnier in 2012. Darauf will sich Rekord-Nationalspielerin Natascha Keller nicht einlassen. "Ich hoffe, dass der Heimvorteil uns ins Finale trägt", meinte die Torjägerin aus Berlin.

Beide Teams können voraussichtlich in bester Formation antreten und hoffen auf eine Euphorie wie 2006, als sich die Herren in Mönchengladbach den WM-Titel sichern konnten. "Das war eine tolle Unterstützung", erinnert sich Nationalspieler Jan-Marco Montag.

Den ersten "Sieg" in Mönchengladbach strebt Funktionär Abel an. Der 57 Jahre alte Kölner möchte heute Präsident beim Europa-Verband EHF werden. Sollte sich Abel gegen die Niederländerin Marijke Fleuren durchsetzen, plant der Diplomkaufmann nach einer Präsidiumssitzung im September beim DHB die Übergabe des Zepters an seinen Vizepräsidenten Ingo Wolf. dpa

"Wir werden über den Erfolg definiert."

Stephan Abel, Präsident

des Deutschen Hockey-Bundes

Auf Einen Blick

Die Spiele der deutschen Teams bei der Hockey-EM:

Herren: Samstag, 14 Uhr: Deutschland - Belgien (ARD); Montag, 15 Uhr: Deutschland - Spanien (WDR live); Mittwoch, 15 Uhr: Deutschland - Russland (WDR live).

Damen: Samstag, 15.50 Uhr: Deutschland - Irland (live WDR); Sonntag, 16 Uhr: Deutschland - England (Livestreaming im Internet bei ZDF.de); Dienstag, 15 Uhr: Deutschland - Belgien (WDR live).

Modus: Die Vorrunde wird in je zwei Vierergruppen gespielt. Die jeweiligen Gruppen-Ersten und -Zweiten ziehen ins Halbfinale ein. dpa/red