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Halfars Rückkehr in die Heimat

Halfars Rückkehr in die Heimat

Bielefeld. "Das wird kein normales Spiel. Ich habe zehn Jahre lang in Kaiserslautern gespielt und dem Verein einiges zu verdanken. Ich freue mich, wieder in die Heimat zu kommen." So beschreibt Daniel Halfar, Offensivspieler des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld, seine nahende Rückkehr auf den Betzenberg. Der 21-jährige frühere Spieler des 1

Bielefeld. "Das wird kein normales Spiel. Ich habe zehn Jahre lang in Kaiserslautern gespielt und dem Verein einiges zu verdanken. Ich freue mich, wieder in die Heimat zu kommen." So beschreibt Daniel Halfar, Offensivspieler des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld, seine nahende Rückkehr auf den Betzenberg. Der 21-jährige frühere Spieler des 1. FC Kaiserslautern, tritt mit seinem jetzigen Verein am kommenden Montag (20.15 Uhr, live im DSF) zum Spitzenspiel auf dem "Betze" an."Bisher bin ich mit dem Saisonverlauf zufrieden. Wir sind Zweiter und setzen das um, was uns der Trainer vorgibt. So muss es weitergehen, es wartet immerhin der Tabellenführer", weiß der gebürtige Mannheimer um die Stärke des seines alten Clubs. Vor vier Jahren erhielt Halfar in Kaiserslautern seinen ersten Profivertrag. Kurz darauf schrieb Halfar Geschichte - als jüngster Doppeltorschütze der Bundesliga. Am 4. Februar 2006 traf Halfar zweimal gegen den MSV Duisburg (Endstand 2:2) - im Alter von 18 Jahren und 28 Tagen. Die Zeit bei den "Roten Teufeln" ist ihm noch gut im Gedächtnis: "Überhaupt in diesem Stadion zu spielen, war schon ein Erlebnis. Es war eine schöne Zeit und schade, wie es damals auseinander gegangen ist. Aber im Endeffekt war es für beide Seiten ganz gut", erzählt Halfar, der aus disziplinarischen Gründen suspendiert wurde. Kontakt zum FCK besteht noch mit Torwart Tobias Sippel, mit dem er schon in der Jugend zusammenspielte. Außerdem hat er noch Freunde in der alten Heimat. Halfar ist die Pflege dieser Freundschaften wichtig. Halfar sieht sich als Familienmensch, der "Spaß am Leben" hat: "Ich denke, ich bin ein offenherziger Typ, der für jeden ein offenes Ohr hat." Wenn es die Zeit erlaubt, ist er mit seinen Mannschaftskameraden unterwegs: "Wir treffen uns oft mit den Spielerfrauen, gehen mal was essen oder Bowling spielen. Die Kameradschaft ist sehr gut."Eine Rückkehr in die Pfalz über den kommenden Montag hinaus kann sich Halfar durchaus vorstellen: "Sowas ist nie ausgeschlossen. Im Fußball geht alles so schnell . . . Aber derzeit stehe ich bei Arminia Bielefeld unter Vertrag und gebe alles für den Club. Was irgendwann einmal in der Zukunft sein wird, steht in den Sternen", fügt er an und lacht.Apropos Sterne: Mit der Arminia will er zu denselben greifen. "Unser Ziel ist klar der Aufstieg. Wir haben genügend Qualität, um das Ziel zu erreichen." Seine persönliche Zielsetzung ist ebenso klar, denn Halfar will wieder den Sprung in die U21 schaffen. Irgendwann soll dann auch einmal die lästige Einschränkung "U21" vor dem Begriff "Nationalspieler" verschwinden, denn wie bei jedem anderen Fußballer wäre es auch für ihn "ein Traum", einmal für sein Land spielen zu dürfen. "Es ist noch ein langer Weg dorthin, aber träumen darf man ja", sagt Daniel Halfar.

Zur PersonDaniel Halfar spielte bis 2007 beim 1. FC Kaiserslautern, wurde dort mit 17 Jahren Fußball-Profi und bestritt 18 Bundesliga- und 11 Zweitliga-Spiele (drei Tore). Vorher kickte der 21-Jährige bis 1997 beim MFC Phoenix 02 in Mannheim. Seit zwei Jahren spielt Halfar bei Arminia Bielefeld, wo er 44 Erstliga- und 13 Zweitliga-Spiele (ein Tor) absolvierte. Der 1,73 Meter große Angreifer kommt auf zehn Länderspiele in der deutschen U19- und U21-Nationalmannschaft. zen