Sechs deutsche Basketballer starten in die Saison der Profiliga NBA

NBA-Basketball : Ein Sextett startet in die Ära nach Nowitzki

Nach dem Karriere-Ende des Superstars spielen noch sechs deutsche Basketballer in der nordamerikanischen Profiliga NBA.

Weg mit dem WM-Frust, Start in eine andere Zeitrechnung. Im Jahr eins nach Dirk Nowitzki, der seine Karriere bei den Dallas Mavericks beendet hat, will die nächste Generation der deutschen NBA-Profis den Fehlschlag mit dem Nationalteam in China möglichst schnell vergessen lassen und im neuen Fokus glänzen. Sechs Deutsche starten in die Spielzeit. Die SZ gibt einen Überblick über ihre Aussichten in ihren Clubs.

Dennis Schröder (26 Jahre/Oklahoma City Thunder/7. NBA-Saison): Schröder steht vor einer Saison mit vielen Fragezeichen. Die Thunder befinden sich im Umbruch, die Superstars Paul George und Russell Westbrook sind weg. Stattdessen führt Altstar Chris Paul das Team auf der Schröder-Position an. „Ich habe ihm viel zugeschaut, als ich noch nicht in der NBA war“, sagte der Braunschweiger: „Es ist eine Ehre, mit ihm zu spielen und zu sehen, wie er trainiert und spielt.“ Der frühere Titelkandidat Oklahoma dürfte fernab der Playoff-Ränge landen. Schröder befindet sich im vorletzten Jahr seines Vertrags, der mit 15,5 Millionen US-Dollar pro Saison dotiert ist. Es ist offen, ob die Thunder im Neuaufbau mittelfristig auch weiter auf ihn setzen werden.

Maximilian Kleber (27 Jahre/Dallas Mavericks/3. NBA-Saison): Kleber ist nun der einzige Würzburger bei den Mavs. Auch dank seiner starken Verteidigung erhielt der 2,11 Meter große Hüne im Sommer einen langfristigen Vertrag in Dallas. Nach zähen sportlichen Jahren zum Ende der Karriere von Nowitzki dürfen sich die Mavs mit ihren Stars Luka Doncic und Kristaps Porzingis wieder realistische Playoff-Hoffnungen machen.

Daniel Theis (27 Jahre/Boston Celtics/3. NBA-Saison): In der vergangenen Saison haderte Theis mit seiner persönlichen Situation, saß immer mal wieder komplett draußen. Im Sommer unterschrieb aber auch der Center aus Niedersachsen einen neuen Vertrag und darf nach den Abgängen von Al Horford und Aron Baynes auf größere Spielanteile hoffen. „Natürlich ist es für mich erst mal wichtig, generell eine festere Rolle zu haben“, sagte Theis vor dem Start. Boston gehört allerdings nicht mehr zu den Anwärtern auf den Finaleinzug.

Moritz Wagner und Isaac Bonga (22 und 19 Jahre/Washington Wizards/2. NBA-Saison): Die beiden Jungstars erlebten bei den Los Angeles Lakers an der Seite von Superstar LeBron James eine turbulente Rookie-Saison und wurden im Sommer nach Washington transferiert. Bei den Wizards, die zu den schlechtesten NBA-Teams gehören, bieten sich deutlich bessere Chancen auf Spielzeit. Vor allem von Center Wagner wird ein deutlicher Schritt erwartet, der für einen Aufbauspieler sehr große Bonga ist noch auf der Suche nach seiner Rolle im NBA-System.

Isaiah Hartenstein (21 Jahre/Houston Rockets/2. NBA-Saison): Hartenstein spielt von allen Deutschen im voraussichtlich besten Team, muss aber um seinen Platz kämpfen. Während seiner Debüt-Saison kam der Center vor allem in der Entwicklungsliga G-League zum Einsatz, wurde in deren Finale zum wertvollsten Spieler gewählt und will es nun in die feste Rotation des Titelanwärters schaffen.

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