Deutsche Basketballer nach Sieg über Kanada bei WM auf Platz 18

Basketballer auf WM-Platz 18 : Die deutschen Olympiahoffnungen leben weiter

Basketballer gewinnen zum Abschluss der WM gegen Kanada, belegen Platz 18 und sichern Teilnahme an Qualifikationsturnier.

Topscorer Dennis Schröder klatschte zufrieden mit Bundestrainer Henrik Rödl ab. Die deutschen Basketballer haben ihre enttäuschende WM in China mit einem Erfolgserlebnis beendet und dürfen bis kommenden Sommer von Olympia träumen. Die Auswahl machte mit einem hart erkämpften 82:76 (36:33) über Kanada die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Sommerspiele 2020 in Tokio perfekt. „Wir wissen alle, dass wir nicht da sind, wo wir sein wollen, auf der anderen Seite haben wir gezeigt, dass wir in die richtige Richtung gehen“, sagte Rödl: „Gegen eine gute Mannschaft zu gewinnen, ist ein guter Abschluss für uns.“

Nach dem zweiten Sieg in der Platzierungsrunde reichte es nun wegen des blamablen Vorrundenscheiterns dennoch nur für WM-Rang 18 – das schlechteste deutsche Abschneiden bei einem Weltturnier. Dennis Schröder war mit 21 Punkten bester deutscher Werfer und ragte zudem trotz eigener mäßiger Feldwurfquote mit zehn Rebounds und neun Assists heraus. Ob der 25-Jährige im Anlauf auf Olympia definitiv dabei sein wird, hatte er vor der Partie offengelassen. „Wenn ich fit bin und alles gut läuft, dann spiele ich. Wenn nicht, dann nicht“, sagte Schröder.

Im Sommer 2020 geht es für das deutsche Team bei einem von vier Qualifikationsturnieren gegen fünf andere Mannschaften um die letzte Chance auf ein Olympia-Ticket. Nur der Sieger darf nach Tokio. Um die Gastgeberrolle will sich der Deutsche Basketball Bund aller Voraussicht nach nicht bewerben. „Es ist für uns illusorisch. Wenn ich etwas machen möchte, muss ich es finanziell hinterlegt haben“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.

Zum fünften Mal setzte Rödl auf die gleiche WM-Startformation, die Schröder anführte. Im ersten Angriff nahm der 25-Jährige direkt erfolglos den eigenen Abschluss per Korbleger, versuchte ansonsten zu Beginn aber, wie schon gegen Senegal, vor allem seine Mitspieler einzusetzen. Vor allem NBA-Profi Maximilian Kleber und der bislang schwächelnde Paul Zipser sorgten für eine 14:7-Führung für das deutsche Team. Doch wie so häufig bei dieser WM fielen zu wenige eigene Würfe aus der Distanz, das offensive Tempo fehlte, es häuften sich die unnötigen Ballverluste. Nachdem er mit drei versenkten Freiwürfen zum 27:27 ausgeglichen hatte, leistete sich Schröder ein unsportliches Foul, als er Gegenspieler Melvin Ejim hart mit der Schulter checkte. Mit einem 9:0-Lauf beendete das deutsche Team die erste Halbzeit.

Es blieb ein zähes Duell auf niedrigem Niveau. Zipser kassierte zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich zwei unsportliche Fouls und musste danach frustriert in die Kabine. Dreieinhalb Minuten traf die DBB-Auswahl keinen Korb, Kanada zog bis auf 52:41 davon. Mit einem 22:4-Lauf drehte das deutsche Team jedoch die Partie.

Für NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo ist der Traum von einer WM-Medaille mit Griechenland geplatzt. Das Team um den Profi von den Milwaukee Bucks verpasste zum Abschluss der Zwischenrunde trotz eines 84:77 gegen das Überraschungsteam Tschechien den Einzug ins Viertelfinale. Im Viertelfinale spielen Vizeweltmeister Serbien gegen Argentinien und der Olympia-Dritte Spanien gegen Polen. Titelverteidiger USA bekommt es mit Frankreich zu tun, Tschechien trifft auf Australien.

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