| 20:21 Uhr

Arbeitsmarkt
Weniger Arbeitslose im St. Wendeler Land

St. Wendel. Im März hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis St. Wendel deutlich um fünf Prozent auf 1572 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit sogar um 11,4 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,3 Prozent, das waren 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

„Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt lässt die Arbeitslosenzahlen weiter sinken“, erklärte Jürgen Haßdenteufel, Chef der Agentur für Arbeit im Saarland. „Für die nächsten Wochen rechne ich mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit“, sagte Haßdenteufel.


Bereits jetzt sind bei der Agentur für Arbeit deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als vor einem Jahr gemeldet. Dies ist ein Hinweis darauf, dass am Ende des Vermittlungsjahres aufgrund der demografischen Entwicklung nicht alle Ausbildungsstellen besetzt sein werden. Laut Haßdenteufel lohnt sich deshalb für die Firmen auch ein Blick auf Jugendliche oder junge Erwachsene, deren Potenziale bisher noch nicht genutzt werden.

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im März um 60 Personen auf 750 gesunken, das waren 8,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit mit rund 110 Personen auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50 plus hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15 auf aktuell 343 verringert.

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises ist im März geringfügig gesunken (minus 23 auf 825). Damit liegt sie deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 14 Prozent). Jugendarbeitslosigkeit war im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters nicht vorhanden. 236 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren älter als 50 Jahre. Dies entspricht einem Anteil von 29 Prozent an allen Arbeitslosen. Ihre Zahl konnte gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent reduziert werden.

Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit rund 330 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 39,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um rund 13 Prozent.



Die Unterbeschäftigung lag im Kreis St. Wendel im März mit 2630 Personen um 250 unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 60 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde damit durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um 40 Prozent entlastet. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.

Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen der Region 600 offene Stellen  gemeldet, 5,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind noch 800 offene Stellen gemeldet, 90 mehr als im März 2017. Besonders viele  Mitarbeiter werden in der Zeitarbeit, im Handel, im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht.

Im Kreis St. Wendel wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im  Oktober 465 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 10,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten rund 500 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 22,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im März waren noch 320 Stellen unbesetzt und 335 Jugendliche unversorgt.

In vielen Betrieben sind die Einstellungsverfahren derzeit noch nicht abgeschlossen, und es bieten sich noch zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur Saarland rät daher den Jugendlichen, spätestens jetzt zu starten und die Angebote zu nutzen. Offene Ausbildungsstellen gibt es noch in allen Berufsbereichen. Am häufigsten werden im Regionalverband noch Auszubildende für folgende Berufe gesucht: KFZ-Mechatroniker/in PKW-Technik (22), Kaufmannsleute im Einzelhandel (22), Verkäufer (22), Handelsfachwirte (16), Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik (15), Anlagenmechaniker Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik (14), Feinwerkmechaniker (13), Köche (12).

Ein Termin bei der Berufsberatung kann über die kostenfreie Hotline (08 00) 4 55 55 00, vereinbart werden. Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten, können sich an den Arbeitgeber-Service unter der kostenfreien Telefonnummer (08 00) 4 55 55 20 wenden.